09.04.2007 19:30 |

Falsches Selbstbild

Maradona hält sich für Gott

Der alkoholkranke argentinische Ex-Fußballstar Diego Maradona hält sich nach Einschätzung eines behandelnden Arztes für einen Gott. "Ich glaube, Maradona hält sich für einen Gott, und das könnte einer der Gründe für seine Probleme sein", sagte der Leiter der Klinik Güemes, Héctor Pezzella, am Sonntag. Die Personen, mit denen sich Maradona umgebe, halte er hingegen nicht für so entscheidend bei der Gesundung des Patienten. Jeder suche sich die Menschen schließlich selbst aus, mit denen er zusammen ist, sagte der Arzt.
Maradona wird seit elf Tagen in dem Krankenhaus in der Hauptstadt Buenos Aires behandelt und leidet unter einem Leberschaden durch Alkohol sowie starken Entzugserscheinungen. Die Beruhigungsmittel werden jedoch weiter gesenkt und der 46-Jährige leidet schon nicht mehr so stark unter den Folgen des Alkoholentzuges. Am Sonntag hat er ein Sandwich zu sich genommen und Besuch der Familie erhalten. Nach früheren Angaben der Ärzte muss der Weltmeister von 1986 aber noch mehrere Tage im Krankenhaus bleiben.


Der früher kokainabhängige und schwer übergewichtige Maradona hatte sich seit 2000 einer Drogentherapie auf Kuba und 2005 einer Operation zur Magenverkleinerung in Kolumbien unterzogen. Danach erholte er sich erstaunlich schnell und speckte etwa 50 Kilogramm ab. Am Mittwoch vergangener Woche wurde er jedoch nach einem Kreislaufkollaps in das Krankenhaus gebracht. Er habe zu viel geraucht, sich wieder ein erhebliches Übergewicht angefuttert und durch exzessiven Alkoholkonsum einen Leberschaden zugezogen, teilten die Ärzte mit.
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