Mi, 17. Oktober 2018

Rapid gegen Salzburg

26.11.2017 07:43

Schwab: "Für mich der rot-weiß-rote Clasico"

Fünf Punkte trennen nach 15 Runden der Tipico-Bundesliga Leader Salzburg und den Dritten Rapid. Sonntag kommt es im Allianz-Stadion (16.30 Uhr, live im sportkrone.at-Ticker) zum Top-Hit der beiden Teams, haben die Hütteldorfer die Chance, mit einem Sieg zum Meister aufzuschließen. Eine Chance, die Rapid-Kapitän Stefan Schwab nützen will. Im Interview mit der "Krone” spricht der 27-Jährige über Rapids Erfolgslauf, nervende Salzburger und seine Bullen-Vergangenheit. (Oben im Video sehen Sie den Sieg von Rapid gegen den LASK!)

"Krone":der Hit gegen Salzburg steht vor der Tür - welche Gedanken gehen Dir da durch den Kopf?
Stefan Schwab: In erster Linie freuen wir uns auf die Partie. Für mich ist Rapid gegen Salzburg das größte Spiel in Österreich, der rot-weiß-rote Clasico. Schön, dass wir uns dort hingekämpft haben, dass wir nun ein Spiel bekommen, das auch aufgrund der Tabellen-Situation viel Spannung hergibt. Das war in der letzten Saison nicht wirklich der Fall. Es ist ein Spiel, wo wir aufschließen und ganz nach vorne hineinrutschen können. Das ist einfach schön, wenn man weiß, wo wir vor sechs Monaten standen.

Ihr seid in der Liga seit zehn Matches unbesiegt - gab es eine Partie, die euch den entscheidenden Schub gegeben hat.
Ja, das 2:2 in Salzburg. Wo wir mit einem Mann weniger bis zur Nachspielzeit 2:1 führten. Was uns sehr viel Mut und Selbstvertrauen eingeimpft hat. Wo wir gesehen haben, dass wir auswärts dem Spitzenteam Österreichs mit einem Mann weniger Paroli bieten können. Ich glaube, das hat den Ruck ausgelöst, da machten wir den nächsten Schritt, agieren nun viel mehr als Mannschaft. Das ist auch der entscheidende Faktor, warum wir diese Serie haben. Wir bekommen wenig Gegentore, verteidigen alle gemeinsam, jeder arbeitet nach hinten. Man sieht, dass wir im Moment eine richtige Einheit auf dem Platz sind.

Nach der schwierigen letzten Saison muss es umso schöner sein, wieder in den Top 3 der Liga zu stehen.
Ja, sicher. Wir haben es uns erarbeitet, an uns geglaubt. Wir merken, wie viel Spaß das macht, vorne mitzuspielen. Wenn Rapid viele Spiele gewinnt, ist es sehr sehr positiv. Weil im Umfeld sehr viel Euphorie aufkommt, wir spüren, dass jetzt wieder an uns geglaubt wird. Jetzt wollen die Chance nützen, ganz nach vorne zu kommen. Als Mannschaftsziel wäre es super, wenn wir bis zum Winter diese Serie ohne Niederlage durchziehen könnten. Es ist ein realistisches Ziel. Da ist der Sonntag natürlich richtungsweisend.

Was fehlt noch zu Salzburg?
Salzburg ist schon noch Favorit. Obwohl wir eine unglaubliche Serie haben, sind die Bullen noch immer fünf Punkte vor uns - das spricht für sie und ihre Qualität. Sie spielen einen anderen Fußball, ein extremes Pressing, sind noch jünger als wir, sehr dynamisch, schnell und spritzig, pflegen einen anderen Fußballstil. Im Moment ist es dennoch ein Duell auf Augenhöhe, beide Teams sind gut drauf. Vielleicht hat Salzburg noch einen kleinen Vorteil, aber es liegt eng beieinander.

Du hast bisher 21-mal gegen Salzburg gespielt, dabei dreimal gewonnen. Welche Erfahrungen nimmst du dafür Sonntag mit?
Es ist ein spezielles Spiel, das intensivste Spiel in einer Saison, weil Salzburg ständig nervt. Man hat keine Ruhe am Ball, keine Zeit mal aufzuschauen. Sie üben ständig Druck aus, du kriegst Schläge ab, sie pressen durch über 90 Minuten. Von dem her musst du hochkonzentriert bleiben, hast wenig Ruhephasen im Spiel. Jeder dumme Ballverlust in der eigenen Hälfte löst gegen Salzburg höchste Gefahr aus.

Denkst du noch an deine Vergangenheit in Salzburg?
Eigentlich nicht mehr so, weil es schon lange Zeit her ist. Ich habe dort die Nachwuchs-Ausbildung bekommen, aber nie für die Profis gespielt. Es ist es kein großes Thema für mich. Auch in meiner Familie oder in meinem Freundeskreis gibt es keine Bullen-Fans.

Hat Dich der Abschied bei den Bullen 2010 gewurmt?
Es war eine freiwillige Entscheidung. Ich spielte bei den Amateuren in der Ersten Liga, der Klub musste aber 2010 absteigen. Ich hatte noch zwei Jahre Vertrag, der Verein wollte mich halten fürs Regionalliga-Team, schauen, wie ich mich weiterentwickle. Ich hatte zu jenem Zeitpunkt schon zwei Jahre Erste Liga gespielt, wollte nicht wieder den Schritt zurück machen.

Du bist dann zum FC Lustenau gewechselt.
Ja, ich habe darum gebeten, verliehen zu werden. Der Grund war natürlich, dass sie sagten, dass es für die Profis im Moment nicht reicht. Ich habe meine Chance beim FC Lustenau genützt, bin später von der Admira und schließlich 2014 von Rapid verpflichtet worden. Ich wollte meinen eigenen Weg gehen und bin froh, dass ich es gemacht habe.

Das Teamdebüt gegen Uruguay hat dich offenbar zusätzlich beflügelt.
Ja, natürlich, auch wenn es nur zwei Minuten waren. Das beflügelt, gibt Selbstvertrauen. Ich habe mich in Spanien im einwöchigen Camp sehr gut präsentiert, sehr gut trainiert. Dann bekommt man ein gutes Feeling, wenn man sieht, man kann mit den Besten Österreichs mithalten. Das ist sicher beflügelnd.

Christian Reichel, Kronen Zeitung

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