Di, 11. Dezember 2018

Kultur

09.10.2017 20:44

Ein einzigartiger Megachor für Soul meets Classic!

Die Bühnenstatik hätte der salzburgisch-bayerische Riesenchor bei seiner ersten Gesamtprobe im Orchesterhaus überfordert - das Ergebnis des in dieser Form einzigartigen ’Soul meets Classic’-Projekts wird Freitag und Samstag im Großen Festspielhaus präsentiert. Heute beginnt dort die große Jubiläumsausstellung.

"Es ist wirklich keine einfache Aufgabe und sie kostet auch jede Menge Energie. Das Schöne ist aber, dass diese Energie vielfach von den Ausführenden zurück kommt. Das gilt für mich als Dirigentin genauso wie für Mano Ezoh, der für Chor und eben das Vokale zuständig ist", schwärmt Elisabeth Fuchs vor dem einzigartigen Chorereignis als Referenz für das 70-jährige Bestandsjubiläum der Salzburger Kulturvereinigung.

Wie viele Köpfe und Stimmen dieses Vokalensemble erfasst, das größte, das jemals im Großen Festspielhaus aufgetreten ist, weiß die künstlerische Leiterin der Vereinigung selber nicht genau: "Also mit den Schülern, die mit der Superar-Aktion Kinder aus Maxglan, Lehen und der Andräschule bringt, den rund 100 Mitwirkenden, die Mano aus dem Raum München aktiviert, den Jugendlichen hier und vielen Erwachsenen, die wir auch unter den Besuchern unserer Veranstaltungen fanden, werden es sicher 350 sein. Mit einer Alterspyramide von sieben bis sicher 75", freut sich Fuchs. Das Programm umfasst auch einige eigens orchestrierte Werke und bringt Dynamik und Schwung genauso wie besinnliche Emotionen. Etliche Soul-Hits sind ebenso dabei wie Eigenkompositionen, Freitag und Samstag jeweils ab 19.30.

Den kreativen "Kick off" gibt es schon heute im Foyer des Festspielhauses: "Im Schutze der Musen - von Salzburg nach Nazareth" heißt Johann Weyringers Tribut für den Jubilar. Engel, Tanz und Musik verdichten sich zu einer Würdigung - ein Reigen aus Glauben, Mythos und realen Landschaften. Sepp Forcher als Laudator sagt: "Es ist mir eine große Genugtuung, dass der große Hans Weyringer zu diesem Anlass ausstellen kann - in einem Foyer, in dem ein Faistauer vertreten ist." 28 Werke Weyringers sind bis 27. Oktober auch im 1. Stock (Förderer-Lounge) zu sehen, Prunkstück ist die Gottesmutter von Mariazell als imposantes Glaskunstwerk.

Musikalisch werden die Kulturtage morgen eröffnet: Mit dem Jubiläumskonzert (Smetana, Mozart, Tschaikowski) im Großen Haus, Riccardo Minasi dirigiert das Mozarteumorchester.

Roland Ruess, Kronen Zeitung

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