Mi, 15. August 2018

Ruine wird saniert

01.09.2017 17:09

Höchste Zeit für Rettung

Riesige Erleichterung beim ehemaligen Gemeindearzt von Bad Zell: Josef Strasser hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, mit der Burgruine Klingenberg ein historisches Kulturjuwel zu erhalten. Nach einem Mauerfall fällt auch ihm ein Stein vom Herzen, weil die Sanierung endlich beginnt.

"Ich darf gar nicht rechnen, wie viele Hunderte Arbeitsstunden ich im Jahr dafür aufwende", sagt mit Josef Strasser der Pächter und Obmann des Vereins Ruine Klingenberg, welche in knapp 700 Meter Seehöhe auf einer steilen Felskuppe zwischen St. Thomas am Blasenstein und Pabneukirchen ragt. Ein Kulturjuwel, dessen Erhaltung er sich zur Lebensaufgabe gemacht hat. Ehrenamtliche Helfer hat er kaum. Dabei wären sie bitter nötig, seit das Prunkstück der Anlage, die Nordwand der Burg aus dem 12. Jahrhundert, talwärts stürzte und den Rundweg, der um die denkmalgeschützte Burg führt, unter sich begrub. Nasser Schutt drückte im Keller gegen die Wand, die dem Druck nicht mehr standhielt. Strasser: "Es ist fünf vor zwölf - weitere Teile sind einsturzgefährdet."

Dringend Helfer benötigt
Dazu kommt, dass nach einer Anzeige die Ruine baurechtlich wie ein Neubau behandelt wird. Deshalb sind auch Sicherungsmaßnahmen nötig, die Strasser kaum stemmen kann. So klettert er schon mal eine zwölf Meter hohe Leiter hinauf, um selbst zu werken, nachdem der Bürgermeister gemeint hatte, für die Feuerwehr wäre das zu gefährlich.
Ab Montag wird am Boden gearbeitet. Eine Firma nimmt die eingestürzte Mauer in Angriff. "Für kleinere Arbeiten rundherum würde ich mich aber über jede helfende Hand freuen", so Strasser.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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