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08.07.2017 14:00

Die Steiermarkt hat die saubersten Badeseen

Als Faustregel für ein ungetrübtes Badevergnügen gilt: Man sollte seine Füße sehen können, wenn man bis zu den Knien im Wasser steht. Dass dies in allen steirischen Seen möglich ist, steht spätestens nach dem jüngsten Qualitätstest fest: Die überprüften Gewässer schnitten allesamt mit dem Prädikat "Sehr Gut" ab.

Vom Freizeitsee in Aich über den Badesee Kumberg bis zu jenem in Wildon: Die Qualität steirischer Gewässer ist ausgezeichnet! Heuer gab es gleich für alle 34 "Testobjekte" die Höchstnote, womit sich die Steiermark von allen anderen Bundesländern abhebt. Allerdings: Weniger als ein "Gut" wurde keinem Badesee Österreichs attestiert.

Für Werner Windhager von der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) in Wien, die für die alljährlichen Qualitätsprüfungen zuständig ist, keine große Überraschung: "Österreich liegt seit Jahren europaweit im Spitzenfeld. Gemeinsam mit Luxemburg, Zypern, Malta und Griechenland waren wir auch zuletzt wieder unter den besten Fünf."

Hitze könnte Qualität noch beeinträchtigen
Das Wasser wird unter anderem auf Indikatorkeime wie Enterokokken getestet, Sichttiefe und Temperatur nehmen die Experten ebenso unter die Lupe. Und das gleich mehrmals: "Pro Saison rücken wir bis zu sechs Mal aus", sagt Windhager. So kann es auch sein, dass es für den einen oder anderen Badesee eine Herabstufung gibt: "Kommt es im Laufe der Badesaison zu längeren Hitzeperioden oder Unwettern, kann es schon sein, dass die Wasserqualität sinkt", erklärt der Experte. Gewässer, die wie beispielsweise die Salzkammergut-Seen tendenziell kühler sind, wären da übrigens weniger gefährdet als andere.

Wer sich fragt, wieso gerade "sein" Badesee nicht auf der Liste (einzusehen unter www.ages.at) aufscheint: "Getestet werden ausschließlich so genannte EU-Badegewässer", sagt Windhager. Diese Bezeichnung trifft auf jene Seen zu, in denen das Baden von den Behörden ausdrücklich gestattet ist und in denen üblicherweise eine große Personenanzahl badet.

Barbara Winkler, Kronen Zeitung

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