So, 24. Juni 2018

Agave statt Aloe

04.07.2017 11:25

Falsches Kraut gekaut: Bloggerin vergiftet sich

Bloggerinnen, die sich mit Mode, Schminke oder Ernährung befassen, sind die Stars vieler junger Menschen. In China hat sich eine Ernährungs-Bloggerin bei einem Live-Video nun aber ordentlich verschätzt. Sie wollte ihrer Gefolgschaft zeigen, wie gesund Aloe-Vera-Blätter sind, biss aber ins falsche Kraut und musste wegen einer schweren Vergiftung ins Krankenhaus.

Wie das IT-Nachrichtenportal "The Next Web" berichtet, wollte die chinesische Ernährungs-Bloggerin Zhang ihrer Video-Gefolgschaft eigentlich die Vorzüge von Aloe-Blättern, auch als Aloe Vera bekannt, demonstrieren. Also biss sie in einem Live-Video herzhaft in ein Blatt, das sie für ein besonders kapitales Exemplar der Gattung Aloe hielt.

Das Problem: Bei dem riesigen Blatt handelte es sich mitnichten um die gesunde Aloe, sondern um die ähnlich aussehende amerikanische Agave. Unbehandelt sind die Blätter dieses Gewächses giftig, was Zhang beim ersten Biss freilich noch nicht wusste. Sie wunderte sich zwar über den bitteren Geschmack, kaute aber zunächst weiter darauf herum - bis ihr auf einmal übel wurde.

Mit schwerem Ausschlag ins Spital eingeliefert
Erst jetzt schaltete die Bloggerin die Kamera ab und rief Hilfe. Als sie wenig später ins Krankenhaus eingeliefert wurde, litt sie bereits unter schwerem Ausschlag. Die Ärzte pumpten der Bloggerin geistesgegenwärtig den Magen aus und holten so den Großteil des vertilgten Gifts aus dem Körper der jungen Chinesin. Sie befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

Um Agaven dürfte die Bloggerin künftig einen großen Bogen machen. Dabei findet das giftige Gewächs sehr wohl Verwendung in den Küchen dieser Welt. Entsprechend behandelt, dient es in Südamerika als Hauptbestandteil von Tequila, außerdem kann daraus ein Süßstoff hergestellt werden. Die rohen Blätter enthalten allerdings ein gefährliches Toxin.

YouTube-Stunts forderten auch schon Todesopfer
Letztlich ist die junge Chinesin vergleichsweise glimpflich davongekommen. In den USA hatte erst vor wenigen Tagen ein YouTube-Blogger weniger Glück. Er brachte seine Freundin dazu, vor laufender Kamera eine Kugel auf ihn abzufeuern. Sein Plan, das Projektil mit einem Buch zu stoppen, ging nicht auf und der junge Mann starb bei dem YouTube-Stunt.

Der Tote ist ebenso wie die Vergiftung ein Symptom für den Drang vieler junger Menschen, es ihren Idolen auf YouTube gleich zu tun und als Videoblogger zu Ruhm und Wohlstand zu gelangen. Wer es auf YouTube schafft, Millionen mit seinen Videos zu begeistern, hat nämlich die Chance, Millionen damit zu verdienen. Doch die Konkurrenz ist hart, was gerade Newcomer immer wieder zu besonders gefährlichen Aktionen verleitet.

 krone.at
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