27.04.2017 14:52 |

Heimlich per Update

Drohnen-Terror: DJI richtet Flugverbotszonen ein

Um zu verhindern, dass der IS seine Fluggeräte weiterhin zu Terrorzwecken missbraucht, hat der chinesische Drohnenhersteller DJI jetzt heimlich, still und leise per Software-Update Flugverbotszonen über weiten Teilen des Iraks und Syrien eingerichtet. Die Terroristen dürfte das allerdings kaum beeindrucken.

Berichte, dass die Extremisten des Islamischen Staats bei ihrem Kampf gegen "Ungläubige" in Syrien und dem Irak verstärkt Hobby-Drohnen einsetzen, die sie unter anderem mit Granaten bestücken, hatten erstmals Ende vergangenen Jahres die Runde gemacht.

Als Reaktion darauf erklärte der für seine "Phantom"-Drohnen bekannte chinesische Hersteller DJI nun per Software-Update neben traditionellen Sperrgebieten wie zivilen und militärischen Flughäfen auch weite Teile des Iraks und Syrien zur "No-Fly-Zone", wie die Website "The Register" berichtet.

Für "friedliche Zwecke" gedacht
DJIs Produkte dienten ausschließlich friedlichen Zwecken und würden von der überwältigenden Mehrheit der Piloten auch entsprechend genutzt, erklärte das Unternehmen gegenüber dem IT-Blog "Gizmodo". "Wir bedauern jegliche Nutzung unserer Drohnen, die anderen (Menschen) Schaden zufügt."

Wie "Gizmodo" anmerkt, dürfte die Einrichtung der Flugverbotszonen jedoch in erster Linie aus Imagegründen geschehen. Denn zum einen ließen sich die Sperren technisch leicht umgehen, zum anderen bräuchten die Terroristen ja nur auf Drohnen anderer Hersteller auszuweichen.

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