20.04.2017 09:14 |

Neue Betrugswelle

Fiese Abzocke mit dubiosem Telefonsex-Service

Vorsicht Abzocke! Ein vermeintliches Telefonsex-Service aus Tschechien versucht derzeit in Tirol vermehrt auf betrügerische Art und Weise an Geld zu kommen. Die Arbeiterkammer (AK) kennt die Masche und warnt: Auf keinen Fall auf die finanziellen Forderungen eingehen und niemals persönliche Daten preisgeben!

Die AK-Experten sprechen von einer neuen Erotik-Abzockwelle, die derzeit auf Tirol zurollt. Dieses Mal seien es mit der Post zugesandte Zahlungsaufforderungen eines angeblich in Tschechien ansässigen Unternehmens namens "Belladot", mit denen ahnungslosen bzw. leichtgläubigen Opfern das Geld aus der Tasche gezogen werden soll.

Von Oberländer 360 Euro gefordert

Zuletzt wurden etwa von einem Oberländer 360 Euro gefordert. Und so lief die Masche: Im konkreten Fall meldete sich ein unbekannter Anrufer und fragte nach, warum ein eingeschriebener Brief, der schon länger hinterlegt sei, noch nicht abgeholt wurde. Der Angerufene wusste nichts von einem Brief und gab seine korrekte Postadresse an, um etwaige Zustellfehler auszuschließen. Zwei Monate nach diesem Telefonat folgte dann ein Forderungsschreiben für ein nicht näher bezeichnetes Telefonsex-Service. Bezahlt werden sollte innerhalb von acht Tagen per Überweisung auf ein tschechisches Konto oder per Bargeldsendung an ein tschechisches Postfach.

AK: Keine Zahlungen leisten

Einmal mehr raten und warnen die AK-Konsumentenschützer: "Leisten Sie keine Zahlungen solange nicht klar ist, dass Sie einen rechtskräftigen Vertrag mit einem bestimmten Unternehmen geschlossen haben. Bereits geleistete Zahlungen sind praktisch verloren."

Weitere Tipps und Tricks

  • Seien Sie skeptisch, wenn Sie am Telefon nach Ihren persönlichen Daten - z. B. der Wohnanschrift - gefragt werden. Geben Sie sie nicht bekannt. Im Zweifelsfall das Telefongespräch beenden.
  • Teilen Sie dem Anrufer deutlich mit, dass Sie keine weiteren Anrufe wünschen.
  • Vorsicht bei unbekannten Nummern. Nie zurückrufen.
  • Erstatten Sie gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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