05.04.2017 20:53 |

Butlers insolvent

Zweiter großer Shop auf Wiener "Mahü" vor dem Aus

Auf der Wiener Mariahilfer Straße steht wohl bald ein weiteres großes Geschäftslokal leer: Die deutsche Einrichtungskette Butlers ist pleite. "Das Insolvenzverfahren wurde am Handelsgericht bekannt gemacht", teilte der Gläubigerschutzverband AKV am Mittwoch mit. Die Probleme auf der "Mahü" reißen damit nicht ab: Derzeit stehen mehrere Shops leer, Ende Dezember schloss etwa die US-Modekette Forever 21.

Wie es mit der Einrichtungskette Butlers, die in Österreich immerhin acht Geschäfte betreibt, weitergeht, steht noch nicht fest. Ein Sanierungsplan-Antrag sei noch nicht eingebracht worden, derzeit sei nicht klar, ob eine Fortführung angedacht ist. Die nunmehrige Insolvenz betrifft alle Filialen, hieß es beim Insolvenzverwalter in Deutschland.

Knapp 113.000 Euro Verlust: 100 Mitarbeiter verlieren ihren Job
Die Butlers Handel GmbH in Wien, an der sämtliche Österreich-Betriebsstätten hängen, hat im Jahr 2015 laut Firmenbuch 12,8 Millionen Euro umgesetzt und knapp 113.000 Euro Verlust gemacht. Butlers hatte am 27. Jänner in Köln einen Insolvenzantrag gestellt, Ende März wurde das Verfahren eröffnet. Insolvenzverwalter Jörg Bornheimer will bis Ende Juni 19 unrentable Standorte schließen, rund 100 der 900 Mitarbeiter verlieren ihren Job. 75 deutsche Filialen sollen bestehen bleiben.

Probleme auf der Wiener "Mahü" seit Verkehrsberuhigung
Auf der Wiener Mariahilfer Straße gibt es damit ein Sorgenkind mehr. Anfang Jänner standen bereits elf Shops leer, die Wirtschaftskammer sah schon damals dringenden Handlungsbedarf. Fakt ist: Seit der Verkehrsberuhigung leidet die Einkaufsstraße an einem Rückgang kaufkräftiger Kunden. Damit der Boulevard wieder zu alter Stärke zurückfindet, forderte Wiens Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck schon Anfang Dezember zum wiederholten Mal Demozonen für Wien. Zusätzlich pocht er auf die viel diskutierte Tourismuszone.

Im Advent war an drei von vier Einkaufssamstagen auf der Straße demonstriert worden - zum Leidwesen der Geschäftsleute. "Es war eine Katastrophe. Bei manchen Unternehmern brach der Umsatz um 70 Prozent ein", so ein Sprecher der Kammer damals.

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