19.02.2017 13:50 |

Hirscher vor Feller

Gold und Silber! Österreich erobert St. Moritz

Doppel-Sieg für Österreich zum WM-Abschluss! Marcel Hirscher hat sich am Sonntag mit Gold im Slalom zum König von St. Moritz gekrönt. Für Hirscher war es nach Gold im Riesenslalom und Silber in der Kombination die dritte Medaille bei diesen Weltmeisterschaften. Seinen Gold-Lauf sehen Sie im Video oben. Slalom-Silber ging an den Tiroler Shootingstar Manuel Feller. Felix Neureuther holte Bronze.

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Marcel Hirscher und Manuel Feller haben am Sonntag die WM in St. Moritz mit einem Doppelerfolg ausklingen lassen. Hirscher gewann Slalom-Gold vor dem 24-jährigen Tiroler, für ihn handelt es sich um den größten Erfolg in seiner Karriere. Bronze ging an Felix Neureuther, der im letzten Bewerb der Titelkämpfe die einzige Medaille für Deutschland einheimste.

Nach dem ersten Durchgang hatten drei Österreicher das Feld angeführt. Hirscher lag vor Marco Schwarz und Michael Matt, Feller rangierte auf Platz sieben. Schwarz fiel in der Entscheidung auf den siebenten Endrang zurück, Matt wurde Achter. Henrik Kristoffersen, der mit Hirscher als Topfavorit gegolten hatte, ging in St. Moritz leer aus und machte keine Medaille. Der Norweger, der in dieser Saison im Slalom fünf Weltcup-Siege gefeiert hatte, landete wie im Riesentorlauf auf dem vierten Platz.

Hier sehen Sie Manuel Fellers Husarenritt zur Silber-Medaille:

Hirscher hatte in St. Moritz am Freitag schon Gold im Riesentorlauf geholt, in der Alpinen Kombination den Titel um eine Hundertstelsekunde verpasst und Silber gewonnen. "Dass sich das heute alles ausgeht, Doppelweltmeister, Vize-Weltmeister mit einer Hundertstel Rückstand, alles in allem eine ziemlich peinliche Vorstellung", witzelte Hirscher im Interview. "Jetzt fahre ich einmal heim und werde es krachen lassen", kündigte er an.

Neunte WM-Medaille für Hirscher
Der Salzburger hat nun insgesamt neun WM-Medaillen auf der Habenseite stehen, sechs davon glänzen in Gold. Slalom-Weltmeister war er bereits 2013 in Schladming. Der Annaberger ist der erste Mann seit Alberto Tomba 1996 in der Sierra Nevada (ESP), der bei Weltmeisterschaften sowohl den Riesentorlauf als auch den Slalom gewann. 1989 in Vail war Rudi Nierlich das "Technik-Double" gelungen.

Feller bezeichnete die Medaille als "unglaublich". Am Vortag hatte er noch über Kreuzschmerzen geklagt. "Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich heute fahren kann", meinte er. Feller war in dieser Saison im Slalom fünfmal nicht ins Ziel gekommen und hatte sich erst beim Nachtslalom in Schladming als Sechster für die Titelkämpfe qualifiziert.

Der ÖSV beendet die WM mit insgesamt neun Medaillen auf dem ersten Platz im Medaillenspiegel - wie zuletzt schon 2015 in Vail/Beaver Creek . Neben Hirscher hatte auch Nicole Schmidhofer Gold geholt, die Steirerin gewann den Super-G. Die Silbernen gingen an Feller, Roland Leitinger (RTL) und Stephanie Venier, Bronze durften sich Max Franz (Abfahrt) und Michaela Kirchgasser (Kombination) umhängen lassen.

Ergebnis:
1. Marcel Hirscher (AUT) 1:34,75 Min.
2. Manuel Feller (AUT) 1:35,43 +00,68

3. Felix Neureuther (GER) 1:35,68 +00,93
4. Henrik Kristoffersen (NOR) 1:35,79 +01,04
5. Alexander Choroschilow (RUS) 1:35,80 +01,05
6. Andre Myhrer (SWE) 1:35,85 +01,10
7. Marco Schwarz (AUT) 1:35,86 +01,11
8. Michael Matt (AUT) 1:35,99 +01,24

9. Stefano Gross (ITA) 1:36,15 +01,40
10. Stefan Hadalin (SLO) 1:36,16 +01,41
11. David Ryding (GBR) 1:36,18 +01,43
12. David Chodounsky (USA) 1:36,24 +01,49
13. Jonathan Nordbotten (NOR) 1:36,26 +01,51
14. Manfred Mölgg (ITA) 1:36,30 +01,55
15. Leif Kristian Haugen (NOR) 1:36,35 +01,60
16. Reto Schmidiger (SUI) 1:36,38 +01,63
17. Victor Muffat-Jeandet (FRA) 1:36,44 +01,69
18. Robin Buffet (FRA) 1:36,75 +02,00
19. Luca Aerni (SUI) 1:36,99 +02,24
20. Linus Straßer (GER) 1:37,21 +02,46
21. Dominik Stehle (GER) 1:37,22 +02,47
22. Giuliano Razzoli (ITA) 1:37,26 +02,51
23. Jean-Baptiste Grange (FRA) 1:37,80 +03,05
24. Patrick Thaler (ITA) 1:38,49 +03,74
25. Joaquim Salarich (ESP) 1:38,50 +03,75
26. Marco Pfiffner (LIE) 1:38,87 +04,12
27. Albert Popow (BUL) 1:39,08 +04,33
28. Stefan Luitz (GER) 1:39,15 +04,40
29. Alexander Andrienko (RUS) 1:39,38 +04,63
30. Istok Rodes (CRO) 1:39,63 +04,88

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