07.02.2017 13:54 |

Mi., 20.15, ORF eins

Boote-Doku: Wer die Daten hat, hat die Macht?

Regisseur Werner Boote war wieder einmal neugierig: Nach "Plastic Planet" und "Population Boom" hat sich der preisgekrönte Wiener Filmemacher mit gewohnt hintergründigem Witz eines spannenden Themas - die Selbstverständlichkeit der digitalen Überwachung - angenommen und ist für seinen jüngsten Dokumentarfilm (Mi., 20.15 Uhr, ORF eins) rund um den Globus gereist.

"Alles unter Kontrolle" heißt das Werk, in dem Boote charmant, aber hartnäckig Fragen, die uns alle betreffen, aufwirft. "Wer die Daten hat, hat die Macht", stellt der 51-Jährige im Film ernüchtert fest. Aber wer sind die Guten, wer die Bösen in diesem System?

Tatsächlich hat uns ja niemand gezwungen, in den sozialen Medien unsere Urlaubsfotos, die lieben Kleinen und unseren Beziehungsstatus aller Welt zu präsentieren. Warum tun es viele dann trotzdem?

Werner Boote greift mit hochkarätigen Gesprächspartnern Themen auf, über die es sich nachzudenken lohnt. Nur in Bluffdale im US-Bundesstaa Utah, wo die NSA ihr bislang größtes Datenspeicher-Center (Bild) errichtet hat, muss er mangels Gesprächspartner auf Antworten verzichten.

Angestellte der Organisation, denen er zwei Tage lang im Auto folgt, um sie in einer "harmlosen" Umgebung zu befragen, verweigern ihm die Auskunft - einer von ihnen mit dem Argument, er wolle seine Privatsphäre schützen.

Susanne Heinrich, Kronen Zeitung

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