Mi, 24. April 2019
05.02.2017 09:00

krone.at-Test

Teufel Mute BT: Das taugt der Bluetooth-Kopfhörer

So mancher Noise-Cancelling-Kopfhörer hat in den vergangenen Wochen unsere Ohren umschmeichelt. Im Vergleich zu diesen präsentiert sich der seit kurzem erhältliche "Mute BT" des deutschen Audiospezialisten Teufel mit einem Preis von rund 200 Euro geradezu als Schnäppchen. Doch bedeutet günstig auch gut? krone.at hat es getestet.

Schwarz mit roten Akzenten - so präsentieren sich Teufel-Produkte für gewöhnlich. Auch der Mute BT bleibt dieser Design-Philosophie treu, wenngleich sich das Rot diesmal gut in den Ohrmuscheln versteckt, wodurch der geschlossene Bügelkopfhörer von außen sehr dezent wirkt.

Verarbeitung und Tragekomfort sind sehr gut, für unseren Geschmack hätten die bequem gepolsterten Muscheln allerdings ruhig etwas größer ausfallen können. Und auch etwas mehr Metall, dafür weniger Kunststoff hätte dem Kopfhörer gut gestanden. Andererseits bleibt der Mute BT dafür mit einem Gewicht von rund 240 Gramm angenehm leicht, wovon vor allem Reisende profitieren.

Für diese hält der Mute BT das typische Zubehör parat: Im Lieferumfang enthalten sind neben einem 3,5-mm-Audio- sowie USB-Ladekabel der obligatorische Flugzeugstecker sowie ein Softcase, das den Kopfhörer unterwegs sicher vor Beschädigungen schützt.

Die eigentliche Stärke des Mute BT ist unterwegs jedoch seine Laufzeit. Bei aktivierter Rauschunterdrückung im Bluetooth-Betrieb kommt der austauschbare 660-mAh-Akku auf bis zu 28 Stunden, ohne Noise-Cancelling auf rund 50 Stunden. Und wer seine Musik nicht via Bluetooth 4.0 im aptX-Codec überträgt, sondern per Kabel, der kitzelt bei eingeschalteter Rauschunterdrückung noch einmal zusätzliche zehn Stunden hinaus.

Wirklich gebraucht wird die Rauschunterdrückung ohnehin nicht: Der Mute BT umschließt die Ohren seines Träger derart fest, dass bei laufender Musik per se kaum ein störendes Geräusch von außen zum Hörer dringt. Dass das Noise-Cancelling funktioniert, lässt sich aber deutlich bei Musikstille vernehmen: tiefes, sonores Brummen wird zuverlässig herausgefiltert, das dadurch erzeugte Grundrauschen ist minimal und fällt nicht weiter störend auf.

Das Ein- und Ausschalten der Rauschunterdrückung sowie die Bedienung allgemein gestalten sich allerdings etwas schwierig. Die Tasten für NC-Funktion sowie Musik- und Lautstärkesteuerung sind unserer Meinung nach ungünstig positioniert und blind, da tief in die Ohrmuschel eingelassen, vergleichsweise schwer zu ertasten.

Am Sound des Mute BT gibt es dagegen nichts zu mäkeln. Der Klang der 40-mm-Töner ist ausgewogen und klar, die Bässe werden nur leicht betont. Gewöhnungsbedürftig dagegen die für unseren Geschmack geringe maximale Lautstärke: Selbst mit MP3-Player und Kopfhörer auf Anschlag, tönt dieser lediglich zahm. Das schont zwar das Gehör und verhindert Verzerrungen, der Hörspaß bleibt - je nach Genre - mitunter aber auf der Strecke.

Fazit: Der Teufel Mute BT punktet mit sehr gutem Klang, hohem Tragekomfort und vor allem langer Akku-Laufzeit, die laut Hersteller zur längsten in dieser Klasse zählt. In jedem Fall dürften die an die 30 Stunden im Bluetooth-Betrieb mit aktivierter Rauschunterdrückung ausreichen, um auch Langstreckenflüge problemlos zu überstehen. Verbesserungspotenzial gibt es dagegen in Sachen Bedienkomfort und Lautstärke.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle

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