Di, 25. September 2018

Ins Netz gesickert

06.12.2016 16:54

Kreditgeber verlangten Nacktfotos als Sicherheit

Auf einem Kreditvermittlungsportal in China sind Nacktfotos als Sicherheit verlangt worden - und nun ins Internet gesickert. Die Zeitung "Global Times" berichtete, eine Zehn-Gigabyte-Datei mit Fotos und Videos von mindestens 167 jungen Frauen sei seit vergangener Woche im Netz zu finden. Die Betroffenen hatten jeweils Nacktfotos von sich selbst mit dem Personalausweis in der Hand geschickt, um einen Kredit zu bekommen.

Das Portal Jiedaibao ist seit 2015 online. Geldverleiher dürfen dort selbst bestimmen, welchen Zinssatz sie nehmen. Laut "Global Times" erreichten die Sätze bis zu 30 Prozent pro Woche. Die Gläubiger bleiben anonym, die Kreditnehmer müssen ihre Identität preisgeben.

Damit sie das Darlehen auch zurückzahlen, verlangten manche Gläubiger Nacktfotos von jungen Frauen und drohten damit, sie an Familie oder Freunde zu schicken, sollten sie das geliehene Geld nicht zurückzahlen, wie die Zeitung berichtete.

Jiedaibao erklärte sich für unschuldig: Das Portal stelle die Funktion zur Bereitstellung der Fotos nicht zur Verfügung, teilte das Unternehmen mit.

In China gibt es einer Branchenschätzung zufolge rund 2.600 Online-Plattformen für Geschäfte zwischen Privatpersonen. Der Umsatz wird auf 140 Milliarden Euro geschätzt. Die Regierung beschränkte die Summe, die jemand sich maximal leihen kann, im August auf eine Million Yuan (umgerechnet rund 135.000 Euro).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.