30.07.2016 08:06 |

Es wird aufgerüstet

Alarmanlagen & Co: Der hohe Preis der Sicherheit

Das Geschäft mit der Angst blüht: Obwohl die Zahl der angezeigten Einbrüche in den letzten Jahren zurückgegangen ist, rüsten die Österreicher ihre Eigenheime zu kleinen Festungen um: Für massive Türen, Sicherheitsschlösser, einbruchshemmende Folien und Alarmanlagen werden geschätzte 350 Millionen Euro pro Jahr ausgegeben. Zuwächse gibt es in allen Bereichen.

Wie viel jeder Einzelne tatsächlich für den Schutz seines Zuhauses ausgibt, ist sehr unterschiedlich. "Ein ordentliches Schloss, bei dem der Schlüssel nicht kopierbar ist, beginnt bei 80 Euro", rechnet "Haus der Schlösser"-Chef Wolfgang Aigner vor. Für den zusätzlichen Sicherheitsbeschlag, damit der Zylinder nicht herausgezogen werden kann, sind zumindest 150 Euro zu veranschlagen. Ein Balkenschloss mit Schließzylinder ist für 500 Euro inklusive Montage zu haben.

"Bei Sicherheitstüren ist Österreich führend", erläutert Berater Andreas Kreutzer, der die Branche jedes Jahr untersucht. Es gibt mehrere Sicherheitsklassen - Einsteigermodelle werden im Neubau bereits automatisch eingebaut. Starke Zuwächse gibt es bei Türen der Klasse 3+4, die 5000 bis 6000 Euro kosten. Ihr Vorteil: Einbrecher brauchen noch länger, um sich Zutritt zu verschaffen.

Österreicher geben für Alarmanlagen im Schnitt 2500 Euro aus
Bei Häusern wird eher in Alarmanlagen investiert, da dort tolle Eingangstüren nur begrenzt Schutz bieten. "80 Prozent der Einbrecher kommen über Terrassen- oder Balkontüren und durch das Fenster", weiß Karl Reich, Niederlassungsleiter beim Alarmanlagen-Anbieter Telenot. Für eine Alarmanlage geben die Österreicher im Schnitt 2500 Euro aus. Im Vorjahr wurden rund 16.500 Systeme verkauft, etwa 12.000 waren zertifiziert, d. h. mit Qualitätssiegel. Wurden früher verkabelte Geräte erworben, arbeiten jetzt bereits 76 Prozent der Anlagen via Funk.

Ein weiterer Trend sind elektronische Zylinder bei Eingangstüren. Bei Verlust eines Schlüssels muss nicht der Schließzylinder gewechselt werden, sondern die verlorene oder gestohlene Schlüssel-Karte wird wegprogrammiert. "Gerne verwenden Kunden auch das Handy als Schlüssel", berichtet EVVA-Manager Herbert Maté. Der Zylinder wird via App aufgesperrt, programmiert wird online.

Das Eigenheim abzusichern, scheint sich für die Kunden bezahlt zu machen. Bei über 40 Prozent der Einbrüche ist es zuletzt beim Versuch geblieben…

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