So, 22. Juli 2018

Falsche Verdächtige

17.06.2016 08:34

Gesichtserkennung des FBI offenbar fehleranfällig

Die gigantische biometrische Datenbank der US-Bundespolizei FBI ist einem Untersuchungsgericht zufolge offenbar fehleranfällig. Völlig Unbeteiligte könnten demnach fälschlicherweise als Verdächtige identifiziert werden.

Das FBI habe nicht genug getan, um "falsche Treffer" bei der Gesichtserkennung zu verhindern, stellte die dem US-Kongress unterstellte Rechnungsprüfungsbehörde GAO in einem am Mittwoch in Washington bekannt gewordenen Bericht fest.

Die Datenbank enthält demnach 411 Millionen Fotos, was weitaus mehr ist als bisher angenommen. Darunter sind neben Fahndungsfotos der US-Polizeibehörden und US-Führerscheinfotos auch 140 Millionen Fotos aus Visa-Anträgen ausländischer Staatsbürger. Das System dient der Identifizierung von Verdächtigen, indem aktuelle Aufnahmen mit den in der Datenbank gespeicherten Biometriedaten abgeglichen werden.

Fehlerquote nicht gemessen
Unter Berufung auf FBI-Mitarbeiter stellt der Bericht allerdings fest, dass die Fehlerquote des Systems von der Behörde nicht gemessen worden sei. Dies sei jedoch notwendig, denn ohne die ausreichende Präzision des Systems seien die "individuelle Privatsphäre und die Bürgerrechte" gefährdet, konstatierten die Prüfer. Der Senator Al Franken, der den Bericht veröffentlichte, kündigte "harte Fragen" an das FBI zu dem Gesichtserkennungs-System an.

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