So, 22. Juli 2018

Laut Regierung

04.12.2015 13:37

Afghanistan: Taliban-Chef Mansur angeblich tot

Der Chef der afghanischen Taliban, Mullah Akhtar Mansur, ist nach Angaben der Regierung tot. "Mansur ist an seinen Verletzungen gestorben", teilte Regierungssprecher Sultan Faisi am Freitag mit. Beweise nannte er allerdings nicht, auch auf Nachfrage gab es zunächst keine weiteren Informationen.

Ein Taliban-Sprecher bezeichnete die Behauptung als "gegenstandslos". Mansur lebe und sei wohlauf, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Den Tod des langjährigen Taliban-Chefs Mullah Omar hatten die Aufständischen zwei Jahre lang geheim gehalten.

Taliban sprechen von "Feindpropaganda"
Von Geheimdienstbeamten und aus Kreisen der Aufständischen hatte es zunächst geheißen, Mansur sei bei einer Schießerei während eines Treffens mit mehreren Kommandanten nahe der pakistanischen Stadt Quetta schwer verletzt worden. Die Taliban wiesen dies vehement zurück. Am Donnerstag hatten die Islamisten eine Audiobotschaft veröffentlicht, die angeblich von dem Ex-Guantanamo-Häftling Abdullah Sarhadi stammte, in dessen Haus sich die Schießerei ereignet haben soll. Darin wurden die Angaben als "Feindpropaganda" zurückgewiesen. Die Datei wurde bisher nicht authentifiziert, auch gab es bisher keine Botschaft von Mansur selbst.

Die Frage um das Schicksal Mansurs wirft auch ein Schlaglicht auf die tiefen Gräben zwischen den rivalisierenden Fraktionen der Islamistenbewegung. Mansur war Ende Juli zum Nachfolger des verstorbenen Omar ernannt worden. Bedeutende Teile der Taliban erkannten den Wechsel an der Spitze aber nicht an. Die Friedensgespräche der Aufständischen mit den Regierungen in Pakistan und Afghanistan sind seitdem ins Stocken geraten.

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