Di, 25. September 2018

Mit Kurs unzufrieden

03.12.2015 11:11

"Bullshit": Ex-Boss Steve Ballmer rügt Microsoft

Rund zwei Jahre nachdem er den Chefsessel bei Microsoft räumen musste, geht Ex-Geschäftsführer Steve Ballmer hart mit dem Softwaregiganten ins Gericht. Als einer der größten Aktionäre des Unternehmens fühle er sich schlecht informiert, klagte Ballmer. Von Microsoft im Zuge des jährlichen Investoren-Meetings bereitgestellte Geschäftszahlen bezeichnete er als "Bullshit", zu den Plänen des neuen Microsoft-Chefs Satya Nadella für Windows Phone sagte Ballmer: "Das wird nicht klappen."

Schon während seiner Zeit als Microsoft-Chef galt Steve Ballmer als extrovertierter Typ, der sich kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn ihn etwas stört. Diese Charaktereigenschaft hat er offenbar auch nach seiner Zeit an der Spitze des Konzerns beibehalten.

Wie das Wirtschaftsnachrichtenportal "Bloomberg" berichtet, hat Ballmer sich am Rande des jährlichen Investoren-Meetings des Unternehmens nämlich fürchterlich über die Informationspolitik und die Geschäftsentscheidungen Microsofts aufgeregt.

Einen Ausblick für das Cloud-Geschäft, bei dem die Microsoft-Führung ein Umsatzziel von 20 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2018 nannte, bezeichnete Ballmer offenbar als "Bullshit". Seine Forderung als Großaktionär: "Sie sollen die Einnahmen sagen, nicht die Run Rate (Prognose, Anm.)", forderte Ballmer.

Ballmer unzufrieden wegen Windows Phone
Unzufrieden gab er sich auch mit dem Kurs, den sein Nachfolger Satya Nadella bei Windows Phone eingeschlagen hat. Ballmer kritisierte, dass es Microsoft immer noch nicht gelungen sei, viele beliebte Apps, die es für Konkurrenzsysteme gibt, für Windows Phone verfügbar zu machen.

Auf Nadellas Gegenargument, dass man mit den neuen Universal-Apps in Windows 10 einen größeren Anreiz für Entwickler geschaffen habe, ihre Apps für Windows Phones umzusetzen, entgegnete Ballmer: "Das wird nicht klappen." Ballmer zufolge sei es zentral für den Erfolg von Windows Phone, dass man Android-Apps darauf zum Laufen bekomme.

Bei Microsoft sieht man die deftigen Worte Ballmers gelassen. "Wir pflegen einen regelmäßigen Dialog mit Steve und freuen uns über seinen Input und sein Feedback genauso wie über jenes unserer anderen Investoren", gibt sich Microsofts für die Investoren zuständiger Manager Chris Suh diplomatisch.

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