05.06.2006 19:32 |

Pegel sinken

Hochwassergefahr vorerst gebannt

Nach dem Hochwasseralarm in fünf Bezirken Niederösterreichs hat sich die Situation am Sonntagvormittag "weitestgehend entpannt". Nach Angaben von Jörg Würzelberger, Sprecher des Feuerwehrkommandos Niederösterreich, zeigten sich die Pegel der gefährdeten Flüsse stagnierend oder leicht fallend. Ein Großteil der Einsatzkräfte wurde bereits wieder abgezogen. Dennoch sind Sicherungsarbeiten durchgeführt worden. Und: Wie es in einer Aussendung des ZAMG heißt, war es schon seit 40 Jahren nicht mehr so kalt wie in den vergangenen Tagen.
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So sicherten die Freiwilligen Feuerwehren im Südosten bei Ebreichsdorf, Wampersdorf und Deutsch Brodersdorf (alle Bezirk Baden) Ausuferungen und bewohntes Gebiet. In Klosterneuburg (Bezirk Wien Umgebung) räumte die Freiwillige Feuerwehr den Park-And-Ride-Platz beim Kierlinger Bahnhof. In der Gemeinde Mitterbach (Bezirk Lilienfeld) konnte die Gefahr einer Gewässerverunreinigung durch eine übergelaufene Jauchegrube rechtzeitig gebannt werden. In mehreren als kritisch geltenden Gemeinden im Bezirk Lilienfeld wurden in der Nacht auf Sonntag Kontrollfahrten durchgeführt und Dammwachen eingesetzt.

Feuerwehren im Großeinsatz
Insgesamt befanden sich rund 1.100 Feuerwehrleute von mehr als 100 Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Die weitere Entwicklung der Pegelstände der gefährdeten Gewässer - Donau, Traisen, Erlauf, Schwarza, Schwechat, Triesting, Gölsen und der Pielach - hänge von der Wetterlage der kommenden Stunden und Tage ab.

Entspannung auch in Oberösterreich
Auch in Oberösterreich hat sich die Lage entspannt. Enns und Steyr weisen sinkende Pegelstände auf. Man habe bereits mit ersten Aufräumarbeiten begonnen, teilte die Feuerwehr Steyr auf mit.

So kalt war's schon lange nicht mehr
Und auch wenn es in dieser Woche wieder wärmer wird: So kalt wie in den vergangenen Tagen war es seit 40 Jahren nicht mehr. Wie aus den Daten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ersichtlich, gab es seit Beginn der Aufzeichnungen 1948 keine Serie so kalter Tage wie heuer. Die Höchsttemperatur lag hier bei durchschnittlich 15 Grad.

Am wenigsten weit zurückschauen muss man in Wien und Eisenstadt. Hier gab es zuletzt 1997 eine vergleichbare Kälteperiode. Wie die Daten zeigen, ist bei den Landeshauptstädten die aktuelle Kälteperiode in Linz und St. Pölten am ungewöhnlichsten.

Sonntag, 14. August 2022
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