Einen rührenden Nachruf für Wollschwein „Berta“ hat Gut Aiderbichl am Dienstag verfasst. Das Säugetier wurde 16 Jahre alt. Gegen Ende hatte es allerdings eine Lungenkrankheit und wollte nicht einmal mehr fressen. Also wurde „Berta“ direkt neben ihrem Schweine-Freund „Franky“ eingeschläfert.
„Berta war sehr selbstbewusst – eine richtige Schweine-Lady“, erzählt Gut-Aiderbichl-Mitarbeiterin Gisela Pschenitschnig der „Krone“. „Sie hat auch in ihrem Freundeskreis immer die Hosen angehabt.“ Dabei wurde das Tier vor fünf Jahren vom Schlachter gerettet – nachdem der Besitzer gestorben war.
Von Henndorf nach Kärnten
Erst ging es für Berta mit zwei weiteren Tieren nach Henndorf, danach übersiedelte sie nach Kärnten. Warum sie plötzlich von ihren bisherigen Wegbegleitern genug hatte und sich neue „Freunde“ suchte, ist unbekannt. Besonders nah stand ihr Hängebauchschwein „Franky“. „Sie wollte immer recht haben, er war ihr Ausgleich“, so Pschenitschnig. „Franky“ wich „Berta“ bis zum Schluss nicht mehr von der Seite.
Generell werden Wollschweine im Schnitt zehn bis zwölf Jahre alt. „Berta hat mit ihren 16 Jahren ein biblisches Alter erreicht“, weiß die Gut-Aiderbichl-Mitarbeiterin. Gegen Ende hatte das Wollschwein allerdings eine Lungenkrankheit und Schwierigkeiten beim Atmen. „Sie ist dann müde geworden, hat viel geschlafen und zum Fressen mussten wir sie quasi schon bitten.“
Also wurde Berta in ihrem Stall eingeschläfert – damit sie nicht erstickt. „Ihr bester Freund – ,Franky‘ – war dabei, damit er sich bis zum letzten Atemzug verabschieden kann und versteht, was passiert ist“, so die Mitarbeiterin. Und bevor es zu Ende ging, hat Berta auch noch einmal ein Festmahl bekommen: „Mit allem, das sie gerne hatte und davon soviel sie wollte.“
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