Jesper Lindström machte im Oktober einen großen Schritt nach vorne. Trainer Danny Röhl erntet jetzt die Früchte für den mehrwöchigen Plan mit dem Leihspieler. Seine Kollegen schwärmen vom Charakter des Dänen.
Haben die Bullen in der großen Länderspielpause plötzlich noch einen Spieler verpflichtet? So oder so ähnlich fühlt es sich bei Jesper Lindström, der am 1. September von Neapel ausgeliehen wurde, an. Denn der Flügelspieler ist seit der Unterbrechung wie ausgewechselt und entwickelte sich zuletzt immer mehr zum Leistungsträger.
Während er im September gegen Ried einen 32-minütigen Joker-Einsatz bekam und gegen Sturm 90 Minuten auf der Bank saß, gehörte er gegen den GAK, die AC Milan und Altach zur Startelf. Und dankte es Trainer Danny Röhl am Sonntag mit einer Glanzleistung (Vorlage und Tor), wofür er die „Krone“-Note 5 (sehr stark) erhielt.
„In den ersten zwei Spielen hat er situativ seine Klasse aufblitzen lassen“, analysierte Coach Röhl. Gegen Altach stellte er Lindström auf der linken statt auf der rechten Seite auf, was sich als Goldgriff erwies.
Lindström hat die Länderspielpause genutzt
Dass Lindström schön langsam beginnt wieder aufzublühen wie in alten Zeiten bei Eintracht Frankfurt, ist für Röhl keine Überraschung. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir einen Vier-, Fünf-Wochen-Plan haben. Wir haben die Länderspielpause genutzt“, meinte der Deutsche, der jetzt also die Früchte der Verpflichtung und Geduld in Form von guten Leistungen von Lindström ernten kann.
Doch nicht nur auf dem Rasen überzeugte der 26-jährige Däne zuletzt. Sowohl vom Coach als auch von Teamkollegen hört man nur Gutes über seine Art neben dem Platz. „Er ist ein super Charakter, ist auch zwischenmenschlich voll angekommen“, meinte Röhl. Abubakr Barry ergänzte: „Er passt wirklich sehr gut zu uns und arbeitet hart an sich.“ Dass die Integration des Europa-League-Siegers mittlerweile abgeschlossen ist, zeigte sich auch beim Jubel nach seinem Freistoßtor: Die Mannschaft herzte den Skandinavier, der seine fast vierjährige Torflaute (seit Jänner ’23) beendete. „Ich hoffe, dass er so weitermachen kann“, betonte Leo Morgalla.
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