Ende September ist ein neuer Krieg ausgebrochen – in Äthiopien, zwischen der Regierungsarmee und einer „Befreiungsfront“. Dieser Krieg hat das Potenzial, auf Eritrea überzugreifen und die Region am Roten Meer, in der bereits mehrere Kriege toben, noch unsicherer zu machen. Das würde uns alle betreffen, dennoch hat die Welt davon bisher kaum Notiz genommen.
In Äthiopien hat bereits zwischen 2020 und 2022 Krieg geherrscht, zwischen denselben Kontrahenten wie jetzt. 600.000 Menschen sind damals ums Leben gekommen.
Die Zeit seit dem Ende der Kämpfe haben die Parteien genützt, um aufzurüsten. Jetzt fühlen beide sich stark genug, um wieder in den Krieg zu ziehen.
So viel zu dem von Militärs so gerne angeführten Argument, mehr Waffen würden auch mehr Sicherheit bringen. Die Menschen müssten verstehen, dass die auch Opfer bedeute. Das Geld für die Aufrüstung müsse schließlich irgendwo herkommen. Angesichts der jüngsten Wahl-, aber auch Umfrageergebnisse darf bezweifelt werden, dass die Mehrheit der Europäer das ebenso sieht.
Mit fast 450 Milliarden Euro haben Europas NATO-Staaten bereits jetzt die zweithöchsten Verteidigungsausgaben weltweit – nach den USA mit umgerechnet 954 Milliarden. Gefolgt von China mit umgerechnet 300 Milliarden und Russland mit „nur“ 190 Milliarden Euro. Weltweit wurden 2025 fast drei Billionen Euro für Rüstung ausgegeben – das sind knapp 3000 Milliarden! Was ließe sich mit so viel Geld alles anfangen ...
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