Beziehungsdrama

Mord und Selbstmord auf offener Straße in Wien

Österreich
11.08.2014 06:40
Bluttat auf offener Straße im Wiener Bezirk Favoriten: Ein 39-jähriger Mann schoss am Sonntagabend gegen 19 Uhr an der Kreuzung Laxenburger Straße/Dampfgasse auf seine Ex-Freundin (38) und richtete anschließend die Waffe gegen sich selbst. Beide Opfer erlagen noch am Tatort ihren schweren Verletzungen.

Laut Polizei sind beide Opfer russische Staatsbürger. "Krone"-Informationen zufolge haben die beiden bis vor einem Jahr zusammengelebt und gemeinsam zwei Kinder im Alter von vier und fünf Jahren. Nach der Trennung erwirkte die Frau - wegen gefährlicher Drohung und Körperverletzung - gegen ihren Lebensgefährten ein Betretungsverbot für die Wohnung in der Nähe des Tatortes, in der sie mit den zwei Kindern lebte. Der 39-Jährige wohnte in Wien-Mariahilf. Wegen Nichteinhaltung dieses Betretungsverbotes saß der Mann 2013 mehrere Monate im Gefängnis.

"Beide waren auf der Stelle tot"
Bei einer Aussprache am Sonntagabend eskalierte die Situation. Besucher eines Kaffeehauses mussten mit ansehen, wie der Mann plötzlich auf die Mutter seiner Kinder schoss. "Die Frau wurde durch zwei Projektile in den oberen Körperbereich tödlich getroffen. Dann beging der Mann durch einen weiteren Schuss aus einer Pistole Selbstmord. Beide waren auf der Stelle tot. Die Laxenburger Straße war zu diesem Zeitpunkt belebt. Es gab allerdings mehr Ohren- als Augenzeugen", sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Es habe keine weiteren Beteiligten gegeben.

(Bild: Peter Tomschi)
(Bild: APA/HERBERT P. OCZERET)
(Bild: APA/HERBERT P. OCZERET)
(Bild: Peter Tomschi)
(Bild: Peter Tomschi)
(Bild: APA/HERBERT P. OCZERET)

Die Notärzte der Wiener Rettung konnten die Mutter von insgesamt fünf Kindern (drei sind von einem anderen Mann) und den Todesschützen nicht mehr retten. Völlig geschockt war auch die Schwester der Ermordeten, die nach dem Drama an den Tatort eilte und auf offener Straße zusammenbrach. Die beiden minderjährigen Kinder werden nun laut dem Wiener Jugendamt von Angehörigen betreut. Ein 19-jähriger Sohn der 38-Jährigen soll demnächst befragt werden.

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