Selina Egle und Lara Kipp haben am Samstag in St. Moritz zum zweiten Mal in Folge den Gesamtweltcup im Rodel-Doppelsitzerbewerb gewonnen. Dank Bestzeit im zweiten Lauf landete das rot-weiß-rote Duo auf Platz fünf, unmittelbar hinter den schärfsten Verfolgerinnen Dajana Eitberger/Magdalena Matschina aus Deutschland. Damit haben die Tirolerinnen schon vor dem Finale in Altenberg den Gesamtsieg sicher. Weniger gut lief es für Lisa Schulte, die ihre Gesamtführung abgeben musste.
Egle/Kipp hatten bei den Spielen Bronze im Doppelsitzer und Teamstaffel-Silber geholt. Nach 15 Podestplätzen en suite wurde dieser am Samstag verfehlt. „Den Gesamtweltcup vorzeitig und zum zweiten Mal in Folge zu gewinnen, ist einfach großartig. Wir haben die gesamte Saison konstant abgeliefert, das bestätigt unseren Weg und macht uns sehr stolz“, sagte Egle. Die Bahn in St. Moritz liege dem Duo nicht besonders. „Wir haben es dann mit der Bestzeit im zweiten Lauf geschafft, die richtige Antwort zu finden.“
Den bereits siebenten Gesamterfolg bei den Männer-Doppelsitzern bejubelten die Deutschen Tobias Wendl/Tobias Arlt, die diesen ebenfalls vorzeitig fixierten. Aus österreichischer Sicht gab es aber einen Tagessieg durch Thomas Steu/Wolfgang Kindl. „Natürlich sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir haben den zweiten Lauf nicht gut erwischt, waren fast überrascht, dass wir in Führung gegangen sind und können uns glücklich schätzen mit der Leistung gewonnen zu haben“, sagte Steu. Die nach dem ersten Durchgang führenden Juri Gatt/Riccardo Schöpf fielen auf Platz vier zurück. Steu dazu: „Sie waren extrem gut unterwegs und hätten sich den Sieg genauso verdient.“
Schulte verlor im Einsitzer Weltcupführung
Lisa Schulte verpatzte hingegen ihr Rennen auf der Natureisbahn in der Schweiz und landete nur auf dem elften Rang. Dies kostete sie auch die Gesamtführung im Weltcup. Diese holte sich Olympiasiegerin Julia Taubitz, die sich mit Laufbestzeit im zweiten Lauf vom fünften Platz noch zum Sieg katapultierte. Taubitz gewann vor ihrer deutschen Landsfrau Merle Fräbel, dieses Duo führt nun auch im Weltcup. Schulte hat in Altenberg nur noch Außenseiterchancen auf den Gesamtsieg, denn der 25-Jährigen fehlen 51 Punkte auf Taubitz. Beste Österreicherin wurde Dorothea Schwarz, die von Rang drei an die fünfte Stelle zurückfiel.
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