Frust bei Aujesky

Kritik an Olympia-Strecke: „Ein Kindergeburtstag!“

Olympia
21.02.2026 15:17
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Österreichs Ski Crosser sind bei den Olympischen Spielen diesmal ohne Medaille geblieben. Für Frust sorgte bei Johannes Aujesky – der sich durchaus Medaillenchancen ausgerechnet hatte – vor allem die Strecke.

Wie am Vortag bei den Frauen kam am Samstag in Livigno bei den Männern kein ÖOC-Aktiver ins Semifinale, nur Olympia-Debütant Nicolas Lussnig ins Viertelfinale. Er wurde Elfter. Adam Kappacher, Christoph Danksagmüller und Johannes Aujesky schieden im Achtelfinale aus.

Bei langsamen Bedingungen war Lussnig knapp am Aufstieg ins Semifinale, wurde aber auf den letzten Metern – wohl durch die Schlittschuhschritte – vom Deutschen Tim Hronek aus den Top zwei verdrängt. Der Vorarlberger sprach von einem „verrückten Rennen. Sobald man aus der Spur und dem Windschatten raus ist, ist es langsam.“ Mit seinem Abschneiden war der 24-Jährige aber durchaus zufrieden: „Ich habe richtig gute Ski gehabt. Klar, wäre ich auch noch gerne weitergekommen, aber ich war um das Alzerl zu langsam.“ Im Achtelfinale hatte Lussnig Aujesky ausgebootet. „Es hat mir leid getan für ihn, weil er gut in Form ist. Es ist mir nicht leicht gefallen, aber so ist der Sport.“

Aujesky bekrittelte zu leichte Strecke: „Kindergeburtstag“
Aujesky wurde 20., konnte sich nicht mit dem Kurs anfreunden. „Spaß war es keiner. Ich finde, das einzige Olympiawürdige war der Start, der war wirklich schwierig. Aber das herunten war ein Kindergeburtstag – weil es so bergauf geht. Wir haben nie wirklich einen Speed zusammengekriegt.“ Es war der erste wettkampfmäßige Olympia-Einsatz des Niederösterreichers, in Peking 2022 war er Ersatzfahrer gewesen. An ein Weitermachen bis Frankreich 2030 glaubt er nicht. Und er trauerte ein wenig mit Lussnig mit: „Er hat einen guten Speed gehabt, ich bin sein erstes Opfer gewesen.“

Adam Kappacher
Adam Kappacher(Bild: GEPA)

Auch für Routinier Kappacher (26.) blieb es bei einem K.o.-Lauf, der Salzburger musste in seinem Heat gegen drei Italiener antreten, darunter der spätere Goldmedaillengewinner. „Das Glück war nicht auf meiner Seite, es ist sehr eng zugegangen.“ Ähnlich wie Lussnig war er gut aus der Startsektion gekommen. „Ich habe da einen ganz guten Move gemacht. Unten hat es mich aus der Spur getrieben, außerhalb stockt es dich ein bisschen.“ Der 32-Jährige war nun dreimal bei Olympia dabei, er sprach von einem „Privileg. Das ist schon etwas ganz Besonderes.“

Als Debütant trat Danksagmüller an. Im Gespräch mit der APA gab er an, den Start nicht gut erwischt zu haben. Es reichte nur zum letzten Platz in seinem Heat. „Das Material war gewaltig. Ich lerne aus meinen Fehlern und mache es in Zukunft hoffentlich besser.“ Von Ambiente und Stimmung war der 23-jährige Salzburger nach Platz 29 angetan. „Die Fans hört man bis an den Start hinauf. Es macht einfach sehr viel Spaß, ich habe es sehr genossen. In vier Jahren werde ich hoffentlich dastehen und um die Medaillen mitkämpfen.“

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