Rüge für Teamkollegen

Bei ÖSV-Schlappe maulte Kriechmayr: „Jubel nicht!“

Die „Mini-WM“ in den Dolomiten mit fünf Rennen in fünf Tagen ging für Österreichs Herren mit einer festen Watschn in Gröden bei der Sprint-Abfahrt los. Vincent Kriechmayr rügte seinen Teamkollegen Stefan Babinsky im Ziel: „Jubel nicht!“

Die „Krone“ berichtet aus Gröden

Alle weit weg vom Podium, keiner in den Top-10 – Österreichs Abfahrer verlängerten beim Sprintbewerb auf der Saslong im Grödental ihre Negativserie in der schnellsten Disziplin. Am morgigen Samstag beim Abfahrts-Klassiker über die volle Distanz wartet das Ski-Austria-Team seit 672 Tagen auf einen Podestplatz (17.2.2024 in Kvitfjell, 2. Vincent Kriechmayr) und gar satte 1011 Tage auf einen Sieg (15.3.2023 in Andorra, Kriechmayr).

Vincent Kriechmayr
Vincent Kriechmayr(Bild: Christof Birbaumer)

Die Spitzenplätze waren für die Österreicher bei der verkürzten Ersatzabfahrt eines abgesagten Beaver-Creek-Rennens völlig außer Reichweite. Es gab für Österreich das schlechteste Abfahrtsergebnis in Gröden in der Weltcup-Geschichte. 2012 war Joachim Puchner nur auf Rang 13 gelandet – Stefan Babinsky, im einzigen Training am Dienstag gestürzt, landete als Bester auf Platz 14 („Ich hab’ in der Ciaslat Tempo rausgenommen, hätt’s nicht gebraucht“) und kassierte im Ziel für eine Jubelgeste eine lautstarke Rüge von Vincent Kriechmayr: „Jubel nicht!“, schrie der Team-Leader dem Steirer verärgert zu.

Stefan Babinsky
Stefan Babinsky(Bild: Christof Birbaumer)

„Vinc“ selbst hatte sich jeden Jubel erspart. Logisch: enttäuschter 24.! „Ich hab’s einfach nicht auf den Punkt gebracht“, murrte er selbstkritisch. Auch Daniel Hemetsberger (16.) stürmte verärgert aus dem Zielraum.

Daniel Hemetsberger
Daniel Hemetsberger(Bild: Christof Birbaumer)

Der Nebel machte das Leid der Österreicher größer. Erst wurde verspätet gestartet, dann lange unterbrochen. Und nach dem Neustart war es kälter, was viele der hinteren Startnummern für einen Sprung ins vordere Klassement nützten. So auch Stefan Rieser, der mit der 49 auf der Brust den 17. Platz schaffte, sein zweitbestes Weltcupresultat.

Odermatt greift nach Wahnsinns-Rekord 
Auf dem obersten Podium jubelte einmal mehr Marco Odermatt. Der Schweizer Ausnahme-Skifahrer feierte in der 1000. Abfahrt der Weltcupgeschichte seinen 50. Erfolg und zog damit mit Alberto Tomba gleich. „Ich genieße den Flow, den ich derzeit habe. Aber ich kann nur hoffen, dass es so weitergeht“, meinte der 28-Jährige bescheiden. Nun greift er aber in den Dolomiten nach einem Wahnsinns-Rekord auf zwei Brettln: Noch nie sind im alpinen Sport vier Siege an vier aufeinanderfolgenden Tagen gelungen. Annemarie Moser-Pröll schaffte einmal vier Erfolge in drei Tagen – mit Kombi-Wertung auf dem Papier.

Der zweite Dolomiten-Streich soll heute im Super-G folgen. Wobei Odermatt gestern gleich anmerkte: „In dieser Disziplin und im Riesentorlauf sind die Österreicher sehr, sehr stark.“ Stimmt: In den letzten drei Super-G holte Ski Austria (saisonübergreifend) sechs Stockerlplätze, darunter zwei Siege. Lukas Feurstein gewann in Sun Valley im März, Kriechmayr vor zwei Wochen in Beaver Creek.

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