Mit 34 Jahren hat Stefan Brennsteiner den überfälligen ersten Sieg im Ski-Weltcup eingefahren. Der Salzburger baute am Freitag seine erstmalige Halbzeitführung im Riesentorlauf von Copper Mountain noch aus und triumphierte überlegen vor dem Norweger Henrik Kristoffersen (+0,95 Sek.) und Filip Zubcic aus Kroatien (+1,00).
Marco Schwarz fuhr als Vierter um zwei Hundertstel am Podest vorbei. Brennsteiner sorgte für den zweiten ÖSV-Sieg nach Julia Scheib in diesem Olympia-Winter.
Brennsteiner nutzte zunächst die Startnummer 1 zu einer Zwischenführung und auch sonst war für die Sieg-Premiere alles angerichtet. Zwar lag der Slowene Zan Kranjec vor dem Finale in Schlagdistanz (+0,26 Sek.), doch Sölden-Sieger und Riesenslalom-Dominator Marco Odermatt war bereits nicht mehr mit von der Partie. „Ein klassischer Innenski-Fehler, typisch für diesen Schnee hier“, sagte Odermatt nach seinem ersten Ausfall seit Beaver Creek 2024. Daraufhin hatte er eine Podestserie mit vier Siegen und je zwei zweiten und dritten Plätzen lanciert, die nun endete.
Hier das Ergebnis:
Nervenstärke bei erster Halbzeitführung
In seinem 78. Weltcup-Riesentorlauf stieß sich Brennsteiner erstmals als Letzter aus dem Starthaus und behielt auf über 3.000 Höhenmetern den längsten Atem. Dabei hatte ihn die Kurssetzung im zweiten Lauf vor eine Herausforderung gestellt, schilderte der Pinzgauer. Zweifel mit der Materialwahl kamen auf, letztlich blieb er beim bewährten Setup und fuhr souverän zum Sieg und der damit verbundenen Führung in der Disziplinwertung.
„Brandy, Bombe! Da muss ich meinen Hut ziehen. Ich vergönne ihm das von Herzen“, sagte Schwarz, der mit seinem zweiten Durchgang und dem damit verbundenen Sprung von neun auf vier zufrieden war. „Das Rennen habe ich im ersten Durchgang vergeigt.“
Weltmeister Haaser durchgereicht
Die Attacke des Weltmeisters lief ins Leere. Raphael Haaser fiel nach einem Griff in den Schnee von Platz sechs auf 25 zurück, Patrick Feurstein von zehn auf 17. Joshua Sturm qualifizierte sich mit der hohen Nummer 52 und holte nach einem schweren Patzer als 24. ein paar Punkte. Schmerzhaft endete das Rennen für Lukas Feurstein, der nach einem Verschneider im ersten Lauf einen „Highsider“ fabrizierte. „Ich wollte weiterkämpfen und dann hat der Ski wieder gegriffen. Es tut ein bisschen weh alles, ich habe Kopfweh und ein bisschen Schwindel, aber sonst geht es schon.“
Der Männer-Weltcup übersiedelt nun nach Beaver Creek, wo ab Freitag eine Abfahrt, ein Super-G und ein Riesentorlauf warten. Die Frauen bestreiten am Samstag in Copper Mountain noch einen Riesentorlauf (Samstag) und einen Slalom (Sonntag).
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