24. Februar 2014

Der stärkste Bär der Welt

Sport
23.02.2014 18:02
Auch wenn das wichtigste, so heiß ersehnte Gold fehlte, jenes im Eishockey - und die "Sbornaja" für ihr Viertelfinal-Aus tagelang Hohn und Spott erhielt - am Ende jubelte dennoch der russische Bär. Mit 13 x Gold, 11 x Silber und 9 x Bronze gewannen die Russen erstmals seit Lillehammer 1994 wieder die Nationenwertung - vor Norwegen und Kanada.

Präsident Wladimir Putin hatte so viel Gelder wie nie zuvor für eine Olympiavorbereitung freigegeben - und als Ziel Platz drei vorgegeben. So erfüllte der Gastgeber das Plansoll der 37,5 Milliarden teuren Heimspiele sogar über Gebühr. Respekt vor den Kollegen von "Sport-Express, die (optimistisch) 34 Medaillen (10/10/14) vorhergesagt hatten. Am Ende waren es ja 33.

Dreifachsieg in der Loipe
Den für die Russen krönenden Abschluss gab es gestern in der Loipe, wo im 50-km-Klassiker angeführt Alexander Legkow ein Dreifachsieg gelang, und im Viererbob mit Alexander Zubkow, der auch schon im Zweierbob Gold geholt hatte. Gerade in den (neben dem Eishockey) zwischen Moskau und dem Fernen Osten beliebtesten Sportarten wie Eiskunstlauf und Langlauf (je 5 Medaillen) sowie Biathlon (4) räumten die Russen ab, wobei die drei Goldenen im "Eisberg" für größte Furore sorgten. Nach dem Team gewannen die Paarläufer Tatjana Wolososchar und Maxim Trankow sowie bei den Damen - freilich umstritten - die 17-jährige Adelina Sotnikowa.

Gleich fünf Goldene steuerten allerdings eingebürgerte Athleten bei. Der offenbar "eingekaufte" Viktor An, der nach einem Streit mit Südkoreas Verband nach Moskau wechselte, mit drei Siegen und Platz drei.

In Amerika wäre er wohl ein fauler Athlet geblieben
Herz und Schmerz war da viel mehr bei dem aus den USA stammenden Vic Wild im Spiel, der die Moskowiterin Alena Sawarzina geheiratet hatte und vor drei Jahren die russische Staatsbürgerschaft annahm. "Wäre ich in Amerika geblieben, wäre ich wohl ein fauler Athlet geblieben. In Russland erhielt ich optimale Förderungen - und Alena beflügelte mich", sagt Wild, der mit seiner Frau am selben Tag auf dem Podium im Snowboard stand (er holte Gold - sie Bronze). Es war das erste Mal seit Helsinki 1952, dass ein Ehepaar am selben Tag Medaillen gewann - seit den legendären Emil und Dana Zatopek. So schön kann Olympia sein.

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(Bild: KMM)



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