Dass er gestern überhaupt starten durfte, war nur einer Ausnahmegenehmigung von IOC und FIS zu verdanken. Weil ihm eigentlich sogar die nötige Anzahl an Ergebnissen gefehlt hätte. Weshalb die Franzosen plötzlich auf die Idee gekommen wären, gegen sein Antreten Protest einzulegen. Nicht vor dem Rennen, sondern nach dem ersten Durchgang, in dem Mayer sensationell auf Platz vier gefahren war. Weil sie damit höchstens einen Preis für Schwachsinnigkeit gewonnen hätten und auch keine Unterstützung bei anderen Nationen fanden, ließen sie den Protest dann doch Protest sein.
Aber all das sagt sehr viel darüber aus, wie hoch der sechste Platz des Abfahrts-Olympiasiegers einzuschätzen ist. Herausgefahren so gut wie ohne Rennpraxis und so gut wie ohne spezielles Training.
Wobei Abfahrts-Olympiasieger Mayer intern eigentlich der Riesentorlauf-Truppe angehört. Ausdrücklich bedankte er sich auch bei seinem dortigen Coach Andi Puelacher: "Er hat mir sehr, sehr viel weitergeholfen." Genau wie er selbst dem ganzen Team. Ohne Mayers Abfahrts-Goldene - die zwar vieles, aber eben doch nicht alles überstrahlt - würden die rot-weiß-roten Alpin-Herren vor dem abschließendem Slalom am Samstag genauso dastehen wie vor vier Jahren bei der Jahrhundert-Pleite von Vancouver, wo sie nicht eine einzige Medaille holten. Im Moment ist Mayer weit und breit der einzige Sieger unter Österreichs Läufern.








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