Die Kosaken leiden. Es dampft unter ihren dicken Filz-Mänteln. So seltsam viereckige Dinger, die auch aus einem Star-Wars-Film stammen könnten. Ein beliebtes Foto- und Film-Motiv im Zentrum der olympischen Bergregion. Ein kleines Kosaken-Dorf wurde da errichtet. Putzige kleine Häuser, ein niedlicher Dorfplatz. Man reicht kulinarische Spezialitäten.
Sonnenplätze begehrt wie Goldmedaillen
Der Zuspruch ist groß. Ein steter Strom Spaziergänger wälzt sich in Rosa Chutor auf der Promenade entlang des Flusses. Und auf der Restaurant-Terrasse unweit des Kosaken-Dorfes sind Sonnenplätze so begehrt wie Goldmedaillen. Schön.
Halbzeit bei Olympia - und ohne dass es einem bewusst wurde, hat man begonnen sich wohl zu fühlen. Einer, der bei der Landung des Flugzeuges immer schon an den Rückflug denkt, bedauert gar, dass er an diesem Wochenende schon heimfliegen muss. Er wäre gern länger geblieben, sagt er. Und es klingt nach mehr als nur einer Höflichkeitsfloskel beim Abschied.
Ja, da waren bei der Anreise viele Vorurteile mit im Gepäck. Übergepäck sogar. Aber da blieb vieles einfach in den Hotelzimmern liegen. Die übrigens zu guter Letzt auch noch fertig geworden sind.
Und: Russen schauen vielleicht grimmig, aber auch sie lachen gern. Sogar über sich selbst. Wie die Cartoons zum Frühlingseinbruch zeigen.
Die Stimmung ist herzlich
Es sind gute Spiele. Sehr gute sogar. Die Organisation läuft wie am Schnürchen, der Transport auch, die Kontrollen sind erträglich, und die Stimmung bescheiden, aber herzlich.
Und die Kosten? Hoch, sehr hoch sogar. Aber was ist besser: 50 Milliarden Dollar für einen Olympia-Hype oder 19 Milliarden Euro für eine Bad-Bank namens Hypo...








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