8. Februar 2014

Wie bei uns im Jahr 1964

Sport
08.02.2014 10:53
Ich freue mich für das russische Volk, dass die Spiele begonnen haben: Ich mag die Menschen hier! Die Stimmung ist vergleichbar mit Österreich 1964, als wir erstmals Olympia-Gastgeber gewesen sind: Innsbruck ist zum Symbol unseres Wiederaufstiegs nach dem Zweiten Weltkrieg geworden.

Und das Gleiche bedeutet Sotschi für die Russen, die sich nach dem Zerfall der Großmacht Sowjetunion und der unseligen Jelzin-Ära sehr klein fühlten - jetzt können sie der Welt zeigen, was sie können.

Natürlich bekommt man da Gusto auf solch eine Riesenveranstaltung auch in unserer Heimat - ich werde in Sotschi mit IOC-Präsident Thomas Bach über den generellen Vergabe-Modus diskutieren.

Allerdings weiß ich schon, was herauskommt: Das Internationale Komitee wird die Spiele nur noch an riesige Nationen vergeben, wo man neue Wintersportgebiete erschließen kann. Daher ist bald mit China zu rechnen. Das ist auch gut so, sonst könnten wir nur noch in Österreich, der Schweiz, in Süddeutschland, Japan und ein bisschen in Nordamerika Ski fahren.

Unsere eigenen Olympia-Wünsche sollten wir also rasch vergessen: Bei uns gibt’s ja schon alles, was sollte man noch neu erschließen?

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(Bild: KMM)



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