"Achillesferse"

Gegner wollen NSA das Wasser abdrehen

Web
04.02.2014 14:33
1,7 Millionen Gallonen Wasser – umgerechnet rund 6,5 Millionen Liter – benötigt die NSA tagtäglich zur Kühlung der gigantischen Serveranlagen in ihrem Rechenzentrum im US-Staat Utah. Mehrere Bürgerrechtsorganisationen sehen darin die Achillesferse des US-Geheimdienstes. Denn wo kein Wasser, da auch keine Spionage. Sie rufen daher dazu auf, der NSA das Wasser abzudrehen.

"Kein Wasser, kein Rechenzentrum" lautet die ebenso simple wie einleuchtende Botschaft der Initiative "Turn it off" ("Dreht es ab"). Ihr Ziel: Der NSA sowie ihr nahestehenden und verbündeten Organisationen das Wasser abzudrehen – nicht nur in Utah, sondern landesweit.

Ermöglichen soll dies der 4th Amendment Protection Act. Denn dem Verfassungszusatz zufolge müssen Bundesstaaten der US-Regierung bei Bundesangelegenheiten nicht helfen. Und da das zur Kühlung des NSA-Datenzentrums benötigte Wasser aus dem Jordan Valley River Conservancy District stammt, der dem Staat Utah unterstellt ist, könne dieser der NSA per Gesetzesbeschluss das Wasser einfach abdrehen.

Sollte das Beispiel Schule machen und die Initiative in Utah erfolgreich sein, könnte nicht nur weiteren Datenzentren der NSA in Texas oder Georgia das Wasser und auch der Strom abgedreht werden, sondern unter anderem auch 160 Universitäten und Dutzenden anderen Einrichtungen, die der Initiative zufolge Partnerschaften mit der NSA eingegangen sind.

Um der NSA das Wasser abzudrehen, ist die von Verteidigern der US-Verfassung, WikiLeaks-Sympathisanten, Kriegsgegnern und der Occupy-Bewegung getragene Initiative jedoch auf sowohl politische als auch finanzielle Unterstützung angewiesen. Über ihre Website bietet "Turn it off" daher unter anderem Flyer, Sticker oder entsprechende Online-Banner für die Betreiber von Webseiten feil.

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