Geldwäsche-Verdacht

Betreiber von Bitcoin-Börsen in USA verhaftet

Web
28.01.2014 09:09
Schlag für die Online-Währung Bitcoin: Wegen des Verdachts auf Geldwäsche haben die US-Behörden zwei Männer festgenommen, die Bitcoin-Börsen betrieben. Ihnen wird vorgeworfen, Drogenhändlern beim Tausch von einer Million Dollar in die virtuelle Währung geholfen zu haben, wie die New Yorker Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Involviert sollen Nutzer des Internet-Drogenhandelsplatzes "Silk Road" sein, der im September vom FBI geschlossen wurde.

Einer der Festgenommenen spielt im Bitcoin-Geschäft wohl eine größere Rolle. Es handelt sich um den 24-jährigen Charlie Shrem (links im Bild), Chef der Börse BitInstant.com. Er ist außerdem Vizepräsident der Handelsgruppe Bitcoin Foundation. Eine Sprecherin der Organisation wollte sich zu Shrems Festnahme nicht äußern.

Beiden Beschuldigten wird neben Geldwäsche auch zur Last gelegt, ohne Genehmigung Geldwechselgeschäfte betrieben zu haben. Außerdem soll Shrem sich über "Silk Road" selbst mit Drogen versorgt haben.

Angesichts rapider Kursgewinne der Internetwährung hatten zuletzt mehrere Notenbanken und Aufsichtsbehörden die Verbraucher zu Vorsicht im Umgang mit Bitcoins gemahnt. Bei Verlusten blieben die Nutzer ganz auf sich gestellt, warnten sie.

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