17.11.2005 13:50 |

Happy Birthday

Toni Sailer feiert 70. Geburtstag

Sein ganz großes Fest hat Toni Sailer bereits im September gefeiert, am Donnerstag wird es die Ski-Legende aus Kitzbühel voraussichtlich etwas ruhiger angehen können. An diesem Tag - dem 17. November 2005 - feiert Sailer zu Hause seinen 70. Geburtstag.

Zu feiern gibt es genug für den 1935 als Anton Engelbert Sailer geborenen "Schwarzen Blitz aus Kitz", der in seiner nur fünf Jahre dauernden Karriere mit drei Olympiasiegen 1956 in Cortina und insgesamt sieben Weltmeister-Titeln (4 in Cortina, 3 in Badgastein 1958) Ski-Geschichte geschrieben hat und nach seinem frühen Rücktritt 1959 als Film- und Theater-Schauspieler sowie als Sänger im Showgeschäft Furore gemacht hat.

Schon mit zwei auf Skiern
Mit zwei Jahren stand der Sohn eines Spengler- und Glasermeisters erstmals auf Skiern, mit 13 setzte er sich den Gewinn einer olympischen Goldmedaille zum Ziel. Nach einem Schien- und Wadenbeinbruch (1953) wurde Sailer 1954 aber nicht für die WM in Aare nominiert.

Dann kam Cortina 1956 und Sailer holte als 20-Jähriger drei Olympia- und vier WM-Titel - die 7. Olympischen Winterspiele wurden zur Einmann-Show des Kitzbühelers mit der legendären weißen Zipfelmütze. Dieser durchschlagende Erfolg ließ ihn ein Jahr nach dem Staatsvertrag auch zu einer Symbolfigur für den Wiederaufbau Österreichs und zu einem Jugendidol werden.

Sailer bestätigt Erfolge
Der riesige Erfolg in Cortina "zwang" Sailer dazu, zwei Jahre später bei der Heim-WM in Badgastein beweisen zu müssen, dass dieser von wahren Massenhysterien begleitete Erfolg kein Zufall gewesen war. Dem Multitalent gelang das mit drei weiteren Goldmedaillen eindrucksvoll.

Auch Tiefen gut überstanden
Nach seinem Rücktritt übersiedelte er nach München und dann nach Berlin, spielte 22 Hauptrollen in Kinofilmen, hatte Auftritte in Fernsehspielen und TV-Filmen. 1964 wandte sich Sailer vom Showbusiness ab. Er produzierte in der Folge in Kanada Ski, war von 1972 bis 1976 Technischer Direktor des ÖSV und heiratete 1976 in Vancouver seine Frau Gabi, die mittlerweile verstorben ist. 2004 wurde Sailer selbst dank Bestrahlungen von einem Gehirntumor geheilt.

Mit der Rückkehr in die Heimat wurde Sailer u.a. als Skischulleiter aktiv, wurde Rennleiter der Kitzbüheler Hahnenkamm- Rennen, übernahm 1992 den Vorsitz des FIS-Alpinkomitees. Höhepunkt der Auszeichnungen für Sailer, der drei Mal Österreichs Sportler des Jahres war, war 1999 die logische Wahl zum österreichischen Jahrhundert-Sportler.

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