"An der Einstellung der Spieler wird sich nichts ändern", versicherte Admira-Trainer Walter Knaller. "Wir werden unseren Weg auf dem grünen Rasen fortsetzen. Ich mache mir keine Sorgen, dass wir die Ärmel jetzt nicht noch weiter aufkrempeln." Die Vorgänge in der Liga sind Knaller aber unverständlich. "Verhältnismäßigkeit ist nicht gegeben", meinte der 56-Jährige. Die Admira führt die Sanktion auch auf einen Streit um die Kommunalsteuer-Zugehörigkeit zwischen den Gemeinden Mödling und Maria Enzersdorf zurück. Maria Enzersdorf hatte offene Forderungen bei der Bundesliga in Exekution gezogen.
Knaller: "Das zerrüttet und entwertet die Liga"
"Die Fakten sind bekannt. Wenn das so durchgezogen wird, verliere ich den Glauben an die sportlichen Richtlinien der Liga", betonte Knaller. "Das zerrüttet und entwertet die Liga." Die überzogene Sanktion des Senates 5 sei ein Schnellschuss gewesen. "Die Innenrevision kann den eigenen Senat nicht so revidieren, daher kommt es auch nicht ganz überraschend. Bei einer wirklich neutralen Instanz ist das etwas anderes. Es ist noch nicht ausgefochten."
Die Admira wird nun vor das Schiedsgericht ziehen. Dort ist ein Einspruch bis acht Wochen nach Zustellung des ausgefertigten Protestkomitee-Beschlusses möglich. Das Verfahren könnte sich somit noch lange hinziehen. Die Admira kritisierte neben der "nicht nachvollziehbaren Entscheidung", dass sie noch keine Urteilsbegründung erhalten habe. Diese wird laut Liga-Angaben voraussichtlich in den nächsten Tagen zugestellt.
Protestkomitee: "Art und Ausmaß der Sanktion angemessen"
"Das Protestkomitee hat sich eingehend mit der Entscheidung des Senates 5 sowie den vom Klub eingereichten Unterlagen und Argumentationen auseinandergesetzt", sagte der Vorsitzende Andreas Grundei. "Dabei wurde nicht nur ein schwerwiegender Verstoß gegen die Lizenzbestimmungen festgestellt, sondern auch die Art und das Ausmaß der vom Senat 5 verhängten Sanktion für jedenfalls angemessen erachtet."
Verbandsintern ist der Instanzenzug damit abgeschlossen, Bundesliga-Vorstand Georg Pangl sieht den Abstiegskampf durch den Urteilsspruch aber noch lange nicht entschieden. "In den kommenden 21 Spielen werden noch 63 Punkte vergeben, womit der aktuelle Sieben-Punkte-Rückstand durchaus aufholbar ist. Damit kann noch ein spannendes Frühjahr erwartet werden", meinte Pangl.









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