Bedingte Haft

Polizist nach Wirbel bei Hartberg – GAK verurteilt

Sport
07.11.2013 18:33
Ein 35-jähriger Polizist ist am Donnerstag am Grazer Straflandesgericht wegen schwerer Körperverletzung verurteilt worden. Der Beamte hatte laut Anklage im Juni 2012 im Zuge von Ausschreitungen beim Relegationsspiel zwischen GAK und Hartberg einen Fan mit dem Schlagstock einen lebensgefährlichen Leberriss zugefügt. Die Prozessfortsetzung endete für den Angeklagten mit einer bedingten Haftstrafe von fünf Monaten sowie einer Geldstrafe von 4.500 Euro. Die Verteidigung kündigte volle Berufung an.

Bei dem Match war es zu einem Platzsturm durch GAK-Fans gekommen, die ihren Unmut über das schlechte Spiel ihres Klubs nicht zügeln konnten. Dabei war die Polizei im Großeinsatz.

Der 35-jährige Polizist soll einem randalierenden Fan mit dem Schlagstock einen "stichartigen Stoß" versetzt haben. Der Beschuldigte gab beim ersten Verhandlungstag im Oktober an, er könne sich an den Vorfall nicht mehr erinnern, damals sei zu viel los gewesen. Es sei für ihn insgesamt eine Notwehrsituation gewesen.

Richter Martin Wolf glaubte dem Beschuldigten nicht, in Notwehr gehandelt zu haben und verurteilte den Beamten wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung. Bereits im Frühjahr waren 16 GAK-Fans wegen der Ausschreitungen vor Gericht gestanden, die meisten wurden verurteilt. Das Opfer des Polizisten war übrigens nicht unter den Angeklagten.

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