Wegen Abhörskandal

Deutschland will IT-Sicherheitsforschung fördern

Web
05.11.2013 09:41
Vor dem Hintergrund der NSA-Affäre wollen Deutschlands Regierungsparteien die Computer-Sicherheitsforschung massiv ausweiten. Dies kündigten Forschungsministerin Johanna Wanka und die rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen nach Koalitionsgesprächen am Montag in Berlin an. Zuvor hatte der deutsche Innenminister ein "europäisches Internet" gefordert.

Über die bisherigen Forschungszentren an den Universitäten in Darmstadt, Karlsruhe und Saarbrücken hinaus sollen weitere Arbeiten vergeben und auch wirtschaftsnahe Lösungen zur Gefahrenabwehr gefunden werden. Die bisherige Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung wird künftig um den Bereich Innovation ergänzt.

Nachdem bekannt wurde, dass der US-Geheimdienst NSA das Handy von Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel abgehört hat, ist das Thema IT-Sicherheit in der deutschen Politik derzeit in aller Munde. Innenminister Hans-Peter Friedrich hatte nach der Affäre ein neues IT-Sicherheitsgesetz vorgeschlagen, das Internetprovider dazu verpflichtet, europäischen Datenverkehr nur über europäische Netze laufen zu lassen.

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