Der Bub habe dabei mit dem kanadischen Arm der weltweiten Hackergruppe Anonymous zusammengearbeitet, berichtete die Tageszeitung "Journal de Montreal". Er soll dem Bericht zufolge einen Schaden von umgerechnet fast 44.000 Euro verursacht haben und nun vor einem Jugendgericht stehen, vor dem er sich auch bereits schuldig bekannt hat.
Sensible Infos gegen Videospiele getauscht
Eine politische Motivation hatte der Bub offenbar nicht. Tatsächlich habe er seine Hacking-Fähigkeiten genutzt, um Informationen aus den Servern der Regierung an Anonymous-Mitglieder weiterzuleiten, von denen er im Gegenzug Videospiele erhalten haben soll, berichtet die "Toronto Sun". Der Bub soll unter anderem in die Server der Polizei von Montreal, des Instituts für öffentliche Gesundheit der Provinz Quebec sowie in die Server der chilenischen Regierung eingestiegen sein.
Die Regierung von Quebec wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Mit einem fast acht Monate langen Streik hatten Studenten in Quebec im vergangenen Jahr gegen Missstände im Bildungssystem protestiert. Es handelte sich um eine der größten Protestbewegungen seit Jahrzehnten in Kanada. Als ein Gesetz beschlossen wurde, das die Versammlungsfreiheit in Quebec einschränkte, griff Anonymous Internetseiten der Provinzregierung an und legte diese lahm.











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