Wann kommt die Studie?

Nächste Frist in Grazer Stadionfrage verstrichen

Steiermark Newsletter
01.06.2025 10:30

Bis Ende Mai wollten die Verantwortlichen die heißersehnten Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Grazer Stadionfrage präsentieren. Doch daraus wurde nichts. Die Politik der Landeshauptstadt glänzt in dieser Causa damit weiter, nicht gerade durch Leichtfüßigkeit, die es am Spielfeld eigentlich brauchen würde. Und jetzt droht der europäische Super-GAU.

Sturm Meister, der GAK weiter erstklassig – Grazer Fußballherz, was willst du mehr? Endlich ein neues Stadion, würden wahrscheinlich viele Schwarze und Rote in ungewohnter Eintracht antworten. Denn eine Lösung für diese Causa prima im steirischen Sport zieht sich wie ein Strudelteig. Doch nachdem die „Krone“ im April Details zum Umbau enthüllte, schien ein Ende der Wartezeit schon nah – seitdem hat sich aber nur wenig getan.

Bis Ende Mai wollten die Verantwortlichen eigentlich die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie präsentieren. Heute schreiben wir den 1. Juni, bezüglich der Ergebnisse bittet man im Rathaus weiter um Geduld. „Anfang Juni“, ist nun die neue Zielsetzung – ein durchaus dehnbarer Begriff ...

Im Juni schickt der europäische Fußballverband UEFA auch erstmals seit Jahren wieder eine Delegation zur Prüfung der in die Jahre gekommenen Spielstätte nach Liebenau. Dass die wenigen kosmetischen Eingriffe, die seitens der Stadt im Stadion in den letzten Jahren vorgenommen wurden, reichen, um wieder das „Pickerl“ für die Champions League zu bekommen, darf stark bezweifelt werden. Viel eher läuft man Gefahr, dass der Verband Liebenau auch die Lizenz für Europa League und Conference League verliert.

Das wäre freilich der Super-GAU für die Landeshauptstadt. Denn damit, dass Sturm heuer die Quali zur Champions League und auch eine mögliche Liga-Phase neuerlich in Klagenfurt spielen würde, hat man sich ohnehin schon abgefunden – ist das Stadion in der zweitgrößten Stadt Österreichs aber nicht einmal für die zweite und dritte europäische Spielklasse tauglich, müsste man die „Arena“ eigentlich umgehend abreißen.

KPÖ-Spitze jubelte im Stadion mit
Bei Sturms Meisterstück gegen den WAC jubelten auch Bürgermeisterin Elke Kahr und Parteigenosse und Finanzstadtrat Manfred Eber im Stadion mit – anschließend ließ man sich am Rasen mit den feiernden Kickern ablichten. Wenn man sich in der Stunde des Erfolgs schon mitfeiern lässt, könnte man zumindest seinen Teil dazu beitragen, dass die Grazer Fußballklubs endlich über eine zeitgemäße Spielstätte verfügen.

Einen schönen Sonntag!

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