29.07.2013 14:05 |

Twitter in der Kritik

Nutzer fordern besseren Schutz vor Belästigungen

Tausende Twitter-Nutzer fordern einen besseren Schutz vor Drohungen und Belästigungen in dem Kurznachrichtendienst. Es müsse einfacher sein, Beleidigungen an Twitter zu melden, verlangen sie in einer Online-Petition und fordern das Internetunternehmen auf, einen "Missbrauch melden"-Knopf einzuführen.

Der Protest entzündete sich an dem Fall der britischen Aktivistin und Journalistin Caroline Criado-Perez, die sich erfolgreich dafür eingesetzt hatte, dass Frauen auf Banknoten des britischen Pfund abgebildet werden. Danach berichtete sie jedoch von massenhaften Drohungen via Twitter.

Sie habe über zwölf Stunden etwa 50 Drohnachrichten pro Stunde erhalten, sagte sie dem britischen Fernsehsender BBC, darunter auch Androhungen sexueller Gewalt. Criado-Perez erstatte schließlich Anzeige bei der Polizei. Twitter selbst habe auf ihre Kontaktversuche nicht reagiert, kritisierte die Frau.

Twitter-Nutzerin Kim Graham startete daraufhin die Online-Petition, die bis Montagmittag von knapp 60.000 Nutzern unterzeichnet wurde. "Belästigungen auf Twitter kommen leider viel zu oft vor. Und häufig werden sie ignoriert", heißt es darin. Twitter müsse deutlich machen, dass so etwas nicht toleriert werde.

Gegenüber der BBC erklärte der Kurznachrichtendienst, dass es in der iPhone-App bereits einen Knopf zum Melden von Missbrauch gebe. Nutzer würden außerdem ermutigt, Profile, die die Twitter-Regeln verletzen, über ein offizielles Online-Formular zu melden, so eine Sprecherin.

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