Fast hatte Peter Herzog mit seiner Laufkarriere schon abgeschlossen. Doch beim Berlin-Marathon im vergangenen Herbst fing der Salzburger wieder Feuer. Trotz geringem Training kam er nach 2:12:08 Stunden ins Ziel. „Da habe ich gesehen, was wieder möglich ist“, meint Herzog, der jetzt auf den Vienna City Marathon brennt.
Mit 2:10:06 hält der 37-Jährige seit 2020 den österreichischen Rekord. Den will er noch verbessern. „Ich will mein gesamtes Leistungspotenzial ausschöpfen“, erklärt Herzog. „Das sind nicht diese 2:10:06. Viele Topläufer zeigen auch jenseits der 40 noch, was möglich ist. Ich habe noch ein paar gute Jahre vor mir, das motiviert auch.“
Beim Vienna City Marathon am 6. April traut er sich die erste Zeit eines Österreichers unter 2:10 allerdings noch nicht zu, dafür konnte er im Winter nicht ausreichend trainieren. Doch an anderen Zielen mangelt es nicht. „Das ist die größte Lauf-Bühne Österreichs, da will ich immer dabei sein und bester Österreicher werden“, stellt Herzog klar, der diesen Titel 2019 erringen konnte. „Die Wertschätzung uns Athleten gegenüber ist dort immer sehr groß, auch das nimmt man wahr.“
Neue Zugänge durch Studium
Durch sein Studium der Sportwissenschaft gewann der Rekordler auch zusätzliche Zugänge zum Laufen: „Ich denke mehr über biomechanische Aspekte nach, etwa, dass man möglichst wenig Bremskraft hat. Die große Kunst beim Laufen ist, es einfach aussehen zu lassen.“
Wer könnte Herzog am 6. April den Titel als bester Österreicher streitig machen? Andi Vojta ist sich über einen Start noch ungewiss. Er wird aber an diesem Sonntag, dem 2. März beim Halbmarathon der VCM-Winterlaufserie starten, peilt dabei eine Zeit von etwa 66 Minuten an. Es könnte ein Fingerzeig hinsichtlich eines Startes sein.
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