Der Stellungnahme zufolge gebe es nicht ein, sondern gleich drei verschiedene PRISM-Programme. Eines davon diene tatsächlich der Sammlung von Internetdaten im Ausland, eines wurde zur Telekommunikationsüberwachung in Afghanistan eingesetzt und das Dritte diene der internen Kommunikation des US-Geheimdienstes, heißt es.
Den PRISM-Überwachungsskandal versucht der US-Geheimdienst unterdessen zu relativieren. "Die NSA und der Rest der US-Regierung können dies nicht nutzen, um willkürlich den Inhalt privater Kommunikation von Bürgern anderer Nationen zu sammeln", zitiert die "Welt" aus einer Stellungnahme der NSA. Die Überwachungssysteme setze man zielgerichtet und unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen ein.
Metadaten reichen in vielen Fällen schon aus
Letztlich geht es aber ohnedies nicht um das Abhören einzelner Gespräche, sondern um die Auswertung sogenannter Metadaten, die zeigen, wer wann und an welchem Ort wie lange mit wem kommuniziert hat. Wie das IT-Portal "WinFuture" berichtet, lassen sich alleine daraus schon recht genaue Profile über einen einzelnen Internetnutzer erstellen. Genauer unter die Lupe genommen wird dann, wer bei der Metadatenanalyse auffällt.
Wie viel man tatsächlich aus diesen Kommunikationsdaten herauslesen kann, zeigt das Online-Tool "Immersion", bei dem man die Probe aufs Exempel machen und den eigenen Gmail-Verkehr auswerten lassen kann. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie in der Infobox.









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