26.07.2013 10:12 |

Rekordtransfer

Dragovic: "Kiew hat sich enorm um mich bemüht"

"Ich bin extrem erleichtert, dass der Transfer über die Bühne ist", hat Österreichs nunmehr teuerster Spieler aller Zeiten, Aleksandar Dragovic, am Donnerstagabend erklärt. "Ich gehe zu Dynamo Kiew, weil sich der Klub enorm um mich bemüht hat. Dynamo hat große Ziele, auch international. Da möchte ich sehr gerne dabei sein." Der Wechsel zum ukrainischen Spitzenklub sei für ihn der nächste Karriereschritt. "Kiew ist eine tolle Herausforderung für mich", so Dragovic.

Dass Dragovic zum teuersten Fußballer Österreichs avancierte, lässt den 22-Jährigen relativ kalt. "Für mich ist das keine besondere Ehre, wir haben viele großartige Fußballer in Österreich", betonte der Ex-Austrianer. Vor einigen Tagen hatte Dragovic ein Angebot der Ukrainer noch ausgeschlagen. "Aber dann haben sie sich in dieser Woche wieder gemeldet. Deswegen habe ich mich für Dynamo entschieden." Zudem hatte Kiew-Boss Igor Surkis für ein Gelingen des Wechsels im letzten Moment das erste Angebot noch einmal nachgebessert. Auch für Basel gab's eine Million Euro mehr, obwohl die Vereine bereits handelseins gewesen wären. Die Austria, der Ex-Klub von Dragovic, nascht mit und kassiert 900.000 Euro.

Dynamo Kiew war entschlossener als alle anderen
Am Sonntag hatte sich auch wieder Everton ins Rennen um Dragovic eingeschaltet – eigentlich wollte der 22-Jährige ja am liebsten in Englands Premier League. Aber Kiew war weit entschlossener und Basels Trainer Murat Yakin, der am Sonntag noch Dragovic extra dafür gelobt hatte, dass er nicht dem Geld nachläuft, forderte eine rasche Entscheidung. Denn am Freitag ist Anmeldeschluss für die Qualifikationsspiele zur Champions League gegen Maccabi Tel Aviv. Und da braucht er auch einen Ersatz für Dragovic, der mit Kiew nur in der Europa League vertreten ist. Neuer Abwehrchef bei Basel wird der Bulgare Ivan Ivanov von Partizan.

Dabei schien vor wenigen Wochen ein Wechsel zu Inter Mailand unmittelbar vor dem Abschluss zu stehen. "Eigentlich war mit Inter alles besprochen, aber es ist nie etwas Schriftliches gekommen. Deswegen habe ich mich in der Vorbereitung voll auf den FC Basel konzentriert", sagte Dragovic und gab zu: "Einfach war die Situation mit Inter nicht für mich."

Entscheidung für das Geld? "Jeder hat seine eigene Meinung"
Die Kritik, er habe sich gegen die sportliche Herausforderung und für das Geld entschieden, prallt an Dragovic ab. "Jeder hat eben seine eigene Meinung. Dynamo Kiew ist von den Titeln her der beste osteuropäische Klub und hat in diesem Sommer 40 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Sportlich gesehen ist der Transfer für mich top. Ich habe den nächsten Schritt gemacht und freue mich auf die neue Aufgabe."

Sprung nach England nicht aus den Augen verloren
Trotz eines Fünfjahresvertrags bei Dynamo hat Dragovic auch den übernächsten Schritt in seinem Karriereplan nicht aus den Augen verloren - ein Engagement in der englischen Premier League. "Ich will mich bei Dynamo weiterentwickeln, dann schauen wir weiter", meinte der frühere Austrianer und wies daraufhin, dass sein Vorbild Nemanja Vidic über Ostklub Spartak Moskau den Sprung zu Manchester United geschafft hatte. Mit großen Anpassungsschwierigkeiten bei seinem neuen Verein rechnet der gebürtige Wiener mit serbischen Wurzeln nicht, schließlich fällt bei den Kroaten Niko Kranjcar, Domagoj Vida und Ognjen Vukojevic die Sprachbarriere weg.

Davor will sich Dragovic noch von seinen Wegbegleitern beim FC Basel verabschieden. "Ich danke Gott jeden Tag dafür, dass ich zu diesem Top-Verein gegangen bin. Es ist in Basel noch viel besser gelaufen, als ich es mir erträumt habe", sagte der Abwehrspieler.

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