24.07.2013 08:53 |

Laut Studie

Immer mehr Handel im Internet grenzübergreifend

Immer mehr Handel im Internet findet laut einer PayPal-Studie grenzübergreifend statt. Dem Online-Bezahldienst zufolge könnte sich das Handelsvolumen innerhalb der kommenden fünf Jahre fast verdreifachen. Vielen Verbrauchern fehlt einer Umfrage der Europäischen Kommission nach allerdings das Vertrauen in Internethändler im Ausland.

In diesem Jahr würden Waren im Wert von 105 Milliarden Dollar (knapp 80 Milliarden Euro) über Grenzen hinweg im Internet gehandelt, erklärte PayPal. In den kommenden fünf Jahren könnte das Volumen demnach auf 307 Milliarden Dollar steigen. Schon jetzt sind rund 25 Prozent der über PayPal bezahlten Einkäufe im Internet den Angaben zufolge grenzüberschreitend.

Besonders gute Chancen durch Internethandel haben nach Einschätzung der Studienautoren kleinere lokale Händler. "Traditionell werden kleine Händler links liegen gelassen", erklärte PayPal-Chef David Marcus. Dank des Internets könnten sie aber "aus der ganzen Welt ihren lokalen Markt machen". Es entstehe eine "moderne Gewürzstraße", erklärte Marcus.

Misstrauen der Verbraucher nach wie vor groß
Schwierig macht den grenzübergreifenden Handel allerdings ein ausgeprägtes Misstrauen der Verbraucher: Nur bei 35 Prozent der Befragten reichte das Vertrauen, um online etwas in einem fremden EU-Land zu bestellen, wie die Europäische Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Die Händler im eigenen Land beurteilten dagegen rund 59 Prozent als vertrauenswürdig genug, um dort etwas zu kaufen.

Das grundsätzliche Vertrauen führt allerdings nicht automatisch zum Einkauf. Nur elf Prozent der Befragten gaben an, tatsächlich auch per Internet in anderen Ländern einzukaufen, gegenüber 9,6 Prozent 2012. Im Inland waren es 41 Prozent, eine Steigerung um drei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Das mangelnde Vertrauen ist dabei nicht nur eine Sache des Gefühls: Es könne auch einfach sein, dass ein Händler nicht in das Land des Verbrauchers liefere oder dessen Kreditkarten nicht akzeptiere, erläuterte die Kommission.

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