18.07.2013 17:45 |

Tour de France

Riblon holt Sieg auf doppelter Alpe-d'Huez-Etappe

Radprofi Christopher Froome ist am Donnerstag der große Profiteur der Königsetappe der 100. Tour de France nach L'Alpe d'Huez gewesen, auch wenn die Gastgeber ihrem ersten einheimischen Etappensieger Christopher Riblon zugejubelt haben. Der Brite im Gelben Trikot musste den Tagessieg nach 172 Kilometern und dem zweimaligen Anstieg nach L'Alpe d'Huez zwar dem überglücklichen Franzosen überlassen, er konnte seinen Vorsprung im Gesamtklassement aber ausbauen - trotz einer nachträglichen 20-Sekunden-Zeitstrafe.

Mit dieser Strafe hatte man ihn belegt, weil er nicht regelkonform aus dem Begleitwagen versorgt worden war. 4.000 Meter vor dem Ziel hatte ihm sein Sky-Teamkollege Richie Porte einen Energieriegel weitergereicht. Auf den letzten sechs Kilometern ist zusätzliche Verpflegung von Betreuern aber nicht erlaubt. Aber mit Portes Hilfe hatte er das Ziel der 18. Etappe als Tagessiebenter ohnehin fast eine Minute vor dem Gesamtzweiten Alberto Contador erreicht.

Daher freute sich der Brite dennoch. "Das war heute nicht leicht. Am Schluss war ich etwas unterzuckert. Ich wollte einen Energieriegel, Richie konnte mir zum Glück aushelfen", sagte Froome. Die anschließende Bestrafung akzeptierte er zähneknirschend: "Wenn das die Regeln sagen - okay. Aber eigentlich habe ich sie so verstanden, dass nur der bestraft wird, der aus dem Wagen etwas annimmt. Das war Richie. Aber ich muss das akzeptieren."

Nur Unfall oder Krankheit können Froome stoppen
Froomes Herausforderer Alberto Contador und Roman Kreuziger verloren dennoch wertvollen Boden. Der 28-jährige Froome nimmt die letzten drei Etappen mit 4:51 Minuten Vorsprung auf den zweifachen Toursieger Contador und 5:12 Minuten vor dem neuen Drittplatzierten Nairo Quintana aus Kolumbien in Angriff. Nur noch ein Sturz oder eine Krankheit dürften den zweiten Tour-Erfolg eines britischen Radprofis nach Bradley Wiggins verhindern können.

Zweimal zum Alpe d'Huez hinauf
Gleich nach dem Start zur mit Spannung erwarteten Königsetappe hatten sich verschiedene Fahrer in Attacken versucht. Es etablierte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe, die den ersten Anstieg nach L'Alpe d'Huez mit mehr als sieben Minuten Vorsprung vor dem Hauptfeld mit den Topfahrern Froome, Contador und Kreuziger anging. Vor ihr lag ein mit zahlreichen Zuschauern vollgestopfter Anstieg auf 1.850 Meter, der zweimal gemeistert werden musste. Das Szenario bedeutete für die Favoriten, dass sie zunächst in moderatem Tempo hinauf nach L'Alpe d'Huez fuhren. Sie sparten ihre Energie für den finalen Anstieg in die Skistation.

Dazwischen gab es die Abfahrt vom Col de Sarenne, die von vielen als lebensgefährlich bezeichnet wurde. Contador und Kreuziger scherten sich allerdings nicht um die auf der schmalen, zum Teil unbefestigten Straße lauernden Gefahren. Beide attackierten Froome, der von drei Teamkollegen beschützt wurde. Aber der geringe Vorsprung der beiden Hasardeure hielt nicht lange. Zum Glück lief die 15 Kilometer lange Abfahrt ohne schwere Stürze oder Verletzungen ab.

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