15.07.2013 15:09 |

Fans voller Hoffnung

RB Leipzig lässt die Konkurrenz in der 3. Liga zittern

RasenBallsport Leipzig, der deutsche Klub von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz, setzt offenbar zum Durchmarsch an. Denn RB Leipzig investierte nach dem Aufstieg in die dritte Liga mehr als eine Million Euro in neue Spieler – so viel Geld hat seit der Einführung der bundesweiten dritten Liga im Jahr 2008/09 noch kein Verein auf diesem Niveau in die Hand genommen.

Die chronisch knapp kalkulierende Konkurrenz muss hingegen auf ablösefreie und ausgeliehene Spieler setzen und kann nur neidisch Richtung Leipzig blicken. Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick machte seine Ankündigungen wahr und holte vor allem junge Spieler nach Leipzig. "Wir gehen ganz bewusst einen anderen Weg, weil wir mit Nachhaltigkeit Spieler entwickeln wollen", sagte Rangnick zu den bis auf Tobias Willers vom Relegationsgegner Sportfreunde Lotte eher unerfahrenen Neuen. Mit den Deutschen Denis Thomalla und Joshua Kimmich sowie dem Griechen Christos Papadimitriou und dem Dänen Yussuf Poulsen kamen gleich vier aktuelle Junioren-Nationalspieler.

"So schnell wie möglich in der dritten Liga ankommen"
Vor allem Poulsen und Kimmich, an denen auch zahlreiche höherklassige Vereine interessiert waren, gelten als "Königs-Transfers". Bereits 15 Trainer nannten RB Leipzig in einer Umfrage als Aufstiegsfavorit. Leipzigs Trainer Alexander Zorniger stapelte aber noch tief: "Wir wollen so schnell wie möglich in der dritten Liga ankommen und die Leistungsfähigkeit der Mannschaft weiterentwickeln." Er sieht Preußen Münster, den 1. FC Heidenheim und auch den Chemnitzer FC vorne.

In der Vorbereitung versuchte Zorniger, mit seiner Mannschaft mehr taktische Systeme einzustudieren und das Umfeld nach einer Saison, in der man ungeschlagen blieb, wieder an Niederlagen zu gewöhnen: "Es klingt verrückt, aber wir können auch Spiele verlieren", sagte Zorniger. So unterlag Leipzig in der Vorbereitung dem Schweizer Serienmeister FC Basel (2:3), dem dänischen Zweitligisten HB Köge (0:1) und zuletzt Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC (0:1).

Niemand spricht vom Ziel, sofort aufsteigen zu müssen
Nach zwei verpatzten Aufstiegsversuchen aus der Regionalliga ist die sportliche Führung in Leipzig vorsichtiger geworden. Niemand spricht vom Ziel, sofort aufsteigen zu müssen. Das Ziel bleibt mittelfristig aber die Bundesliga. Die Infrastruktur des durch den österreichischen Getränkehersteller mit rund 100 Millionen Euro geförderten Vereins ist längst erstklassig – wie auch die Leipziger WM-Arena. Um die Regeln im deutschen Profi-Fußball zu erfüllen – die eine Mehrheitsbeteiligung eines Investors eigentlich untersagen – wurden die Vereinsstatuten trotz der Investitionen des Sponsors bereits geändert.

Auch die Fans in Leipzig und Umgebung nehmen den Klub an. Rangnick ist "voller Hoffnung, dass wir mehr als 10.000 Fans im Schnitt im Stadion haben werden". Die Vorfreude in der Messestadt ist riesengroß, sehen die Leipziger doch zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder Drittliga-Fußball. Und viele Fans hoffen insgeheim, dass es schon nächstes Jahr, nach 16 Jahren, wieder Zweitliga-Fußball sein wird.

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