07.07.2013 10:27 |

200-Meter-Sprint

Bolt holt sich Jahresweltbestzeit von Gay zurück

50.000 Zuschauer harrten am Samstagabend in Paris bis zum Schluss aus und wurden nicht enttäuscht. Sprinter Usain Bolt gewann beim Diamond-League-Meeting die 200 Meter in der neuen Jahresweltbestleistung von 19,73 Sekunden. Der Weltrekordler und Olympiasieger aus Jamaika war damit um 0,01 Sekunden schneller als sein großer Rivale Tyson Gay zuletzt bei den US-Trials.

Bolt setzte sich vor seinem Landsmann Warren Weir (19,92) und dem Franzosen Christophe Lemaitre (20,07) durch, wirkte aber erneut nicht wirklich locker. Dass er sich gegenüber dem Oslo-Meeting vor einem Monat um sechs Hundertstel steigerte, war sicher auch den warmen Temperaturen zuzuschreiben. Dennoch war er nicht unzufrieden. "Das war gut. Ich bin glücklich mit dem, was ich gezeigt habe", sagte Bolt.

Das große Fernduell zwischen Bolt und Gay spitzt sich fünf Wochen vor Beginn der WM in Moskau jedenfalls immer mehr zu. "Das wird eine große Show. Das wird der Höhepunkt dieser Saison und ich werde bereit dafür sein", kündigte Bolt an. Während Gay freiwillig in die Rolle des Außenseiters schlüpft, pendelt Bolt zwischen sehr selbstbewusstem und patzigem Auftreten ob der Kritik nach seinem schwachen Saisonstart und der Niederlage gegen Justin Gatlin in Rom. "Ich habe ein Rennen verloren, und die Leute machen eine Riesen-Geschichte daraus", sagte der 26-Jährige auch in Paris. "Jeder weiß: Ich bin ein Meisterschaftsläufer. Ich mache mir keine Sorgen."

Nach seinem Sieg im Stade de France ließ Bolt in Richtung seiner Kritiker sogar wissen: "Reden ist euer Business. Laufen ist mein Business. Macht euch keine Sorgen, am Ende des Tages ist das Gewinnen mein Business." Der Superstar wird vor den Weltmeisterschaften nur noch ein Rennen laufen: am 26. Juli beim Diamond-League-Meeting in London über 100 Meter.

Auch Kirani James in Spitzenform
Olympiasieger und Weltmeister Kirani James aus Grenada demonstrierte über 400 Meter große Form, er setzte sich in der Jahresweltbestzeit von 43,96 Sekunden vor LaShan Merritt aus den USA durch, der in 44,09 Saisonbestzeit markierte. Auch über 3.000 Meter Hindernis gab es durch den Kenianer Ezekiel Kemboi in 7:59,03 Minuten eine neue Jahresweltbestzeit, der zweitplatzierte Franzose Mahiedine Mekhissi Benabbad markierte in 8:00,09 neuen Europarekord.

Eine weitere Jahresweltbestzeit fiel im 5.000-Meter-Rennen der Frauen, das die Äthiopierin Tirunesh Dibaba in 14:23,68 Minuten vor vier Landsfrauen gewann. Im Kurzsprint der Frauen setzte sich die Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce in 10,92 Sekunden knapp vor Blessing Okagbare (NGR/10,93) durch. Weltrekordler Aries Merrit aus den USA war über die 110 Meter Hürden in 13,09 Sekunden nicht zu schlagen.

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