„Krone“-Kommentar

Ein klares „Njet“ aus Moskau

Kolumnen
14.12.2024 06:00

Berlin sei bereit, deutsche Soldaten als Friedenstruppe in eine Pufferzone zwischen russischen und ukrainischen Truppen zu entsenden, falls es zu einem Waffenstillstand kommen sollte, hat die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock unlängst gemeint. Sie dürfte mit dieser Meinung in Deutschland ziemlich alleine dastehen.

Auch sonst dürfte in Europa die Bereitschaft, sich theoretisch so einer Truppe anschließen zu wollen, eher gering sein. Die Italiener haben bisher abgewunken, die Balten und jetzt auch die Polen. Premierminister Donald Tusk erteilte jüngst dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron eine Abfuhr, als dieser bei einem Besuch in Warschau Werbung machte für eine solche „europäische Friedenstruppe“. Solche Aktionen plane man derzeit nicht, meinte der polnische Regierungschef.

Und die Amerikaner unter ihrem neuen Präsidenten haben daran ganz sicher auch kein Interesse. Donald Trump hat das bereits klar gesagt.

Recht hat er, die ganze Idee ist absurd. Da führt Russland einen Krieg, weil es keine NATO-Truppen in der Ukraine sehen will, und dann wollen manche eine „Friedenstruppe“ zusammenstellen, die ausschließlich aus NATO-Soldaten besteht?

Ein klares „Njet“ aus Moskau steht da doch schon im Vorhinein fest. Wenn, dann müsste eine solche Truppe aus UNO-Soldaten bestehen, die aus Asien, Südamerika und Afrika kommen...

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