„Wahl spezial“ heute mal anders, steht dieser Tag doch ganz im Zeichen des Sieges von Donald Trump. Auch die heimische Politik blickte gebannt in die USA – in der Hoffnung auf weiterhin gute Beziehungen zwischen Amerika und Europa. Wie hätten eigentlich die steirischen Spitzenkandidaten „gevotet“? Wir haben nachgefragt.
Die einen schalteten vor dem Schlafengehen noch schnell CNN ein, die anderen warfen nachts einen Blick auf die Eilmeldungen am Handy, die Frühaufsteher wiederum scrollten sich morgens durch die Online-Analysen der Tageszeitungen: Wenn die USA einen neuen Präsidenten wählen, schauen auch die steirischen Landespolitiker hin. Zu wichtig ist das Verhältnis zwischen Amerika und Europa, aus wirtschaftlicher und politischer Sicht. Und, wäre es nach den Steirern gegangen, hätte nicht Donald Trump einen historischen Sieg eingefahren, sondern seine Konkurrentin.
Landeshauptmann Christopher Drexler (ÖVP) hätte demokratisch gewählt. Zwar nicht aus voller inhaltlicher Überzeugung, „aber bei dieser Auswahl ist meine Entscheidung dann doch klar“, wie er sagt. Donald Trump habe bereits bewiesen, dass er es nicht könne: „Es braucht Stabilität, Verlässlichkeit und Miteinander statt Polarisierung und Extrempositionen.“
Für seinen roten Vize, SPÖ-Chef Anton Lang, hätte es auch nur eine oder keine(n) gegeben: „Kamala Harris!“
FPÖ-Obmann Mario Kunasek wiederum betrachtete den Urnengang von einem „neutralen“ Standpunkt aus, deponierte aber: „Das demokratische Votum der US-Bürger ist ernstzunehmen, und Österreich muss alles daran setzen, mit der Regierung der USA, insbesondere im wirtschaftspolitischen Bereich, bestmöglich im Sinne unserer Heimat zusammenzuarbeiten!“
Sandra Krautwaschl (Grüne) ist Harris-Fan, denn „sie steht für Frauenrechte, Klimaschutz und die demokratischen Werte der USA – all das, was Trump mit ungenierten Lügen und mit Hetze gefährdet.“ Seine Politik bedrohe nicht nur die Demokratie, sondern auch die Sicherheit weltweit.
Ähnlich argumentiert Neos-Frontmann Niko Swatek: „Wenn ein verurteilter Straftäter und eine Staatsanwältin zur Auswahl stehen, weiß man, welche der beiden Personen künftig die Rechte der Bürgerinnen und Bürger schützen wird: Kamala Harris.”
Einen eigenen Zugang haben die Kommunisten. Für KPÖ-Landesvorsitzenden Robert Krotzer wäre die alternative Kandidatin Jill Stein erste Wahl gewesen, denn „sie stand als einzige für eine echte Friedenspolitik und für höhere Mindestlöhne für die einfachen Leute“.
Spannende Zeiten – in der großen weiten und der kleinen steirischen Welt. Einen spannenden Tag mit Ihrer „Steirerkrone“!
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.