Die umstrittene Zeitstrafe gegen McLaren-Pilot Lando Norris beim Grand Prix in Austin wird in der Formel 1 weiter heftig diskutiert. Nicht nur Norris und sein Rennstall gehen auf die Barrikaden, auch von anderen Teams gibt es Unterstützung. Mercedes-Teamchef Toto Wolff wittert etwa eine ungleiche Behandlung. Red Bull hingegen kann „die ständigen Beschwerden“ nicht mehr hören.
Während Ferrari-Pilot Charles Leclerc vor seinem Teamkollegen Carlos Sainz ins Ziel düste, blickte die Formel-1-Welt eigentlich auf den hitzigen Kampf zwischen Norris und Verstappen. Die beiden WM-Kontrahenten lieferten sich einen erbitterten Kampf um den dritten Platz und damit um wichtige Punkte.
Dann, kurz vor Rennende, jene Szene, die für Aufregung sorgen sollte. McLaren-Pilot Norris erhielt für ein Überholmanöver gegen Verstappen eine späte Fünf-Sekunden-Strafe und wurde doch nur Vierter – landete damit also doch noch einen Platz hinter dem Niederländer. Eine Entscheidung, die im Kampf um die WM Folgen haben kann. Schließlich konnte Verstappen seinen Vorsprung so auf 57 Punkte ausbauen. Dem Briten läuft zudem die Zeit davon.
Wolff wittert Ungleichbehandlung
Zudem kann man bei McLaren die Entscheidung nicht nachvollziehen. Zu Beginn der 52. Runde war der Brite an Verstappen vorbeigezogen – allerdings befand er sich dabei (wie auch Verstappen) außerhalb der Strecke. Er bekam in den letzten Sekunden des Rennens eine Fünf-Sekunden-Strafe ausgesprochen. Man könnte aber auch meinen, dass Verstappen Norris von der Strecke gedrängt hatte.
„Ich finde, dass Max da viel zu hart war und einen Vorteil daraus gezogen hat. Aber ich mache ja nicht die Regeln“, zeigte Norris nach dem Rennen deutlich angefressen. Eine Interpretation, mit der Brite nicht alleine dasteht. Denn, dass Verstappen bevorzugt werde, darüber beschweren sich einige Akteure in der Formel 1 schon länger. So auch Mercedes-Teamchef Wolff, der sich auch in Austin am Funk immer wieder über die Sonderbehandlung für Red Bull beschwerte.
Red Bull hingegen will sich auf die Diskussionen gar nicht groß einlassen. Generell würden die Beschwerden von McLaren zuletzt überhandnehmen. Verstappen selbst erklärte nach dem Rennen: „Vielleicht ist es besser, wenn ich meine Meinung für mich behalte. Ich finde, was solche Situationen angeht, sollten sich die Stewards dazu äußern und das haben sie ja auch.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.