Mit der Goldmedaille bei der U21-WM vor wenigen Wochen bewies Elena Dengg einmal mehr, dass sie die große Zukunftshoffnung im heimischen Judo ist. Die 20-Jährige (Sanjindo Bischofshofen) richtet den Blick bereits auf die Olympischen Spiele 2028. Österreich steht da vor einem Luxusproblem.
„Man kann nur gewinnen, wenn man sagt: Ich bin stärker“ – so geht Elena Dengg ihre Herausforderungen auf der Judo-Matte an. Sehr erfolgreich, wie die Goldmedaille bei der U21-Weltmeisterschaft vor wenigen Wochen zeigte.
Zu Ehren dieses Erfolgs stand am Samstag in der Hermann-Wielandner-Halle von Bischofshofen die heimische Judo-Familie rund um ihren Heimatverein Sanjindo Spalier. „Wir sind richtig stolz, so eine besondere Athletin in unseren Reihen zu haben“, freut sich Obmann Thomas Wentz. Dengg selbst freute sich sehr über den Empfang. „Es zeigt, dass sich die getane Arbeit gelohnt hat“, strahlte die Lungauerin, die viele Autogramme schrieb. Schließlich gilt sie bereits mit 20 Jahren als Vorbild für die Jugend.
Den bisher größten Erfolg ihrer Laufbahn schreibt sie aber nicht nur sich selbst zu. Allen voran Langzeittrainerin Marianne Niederdorfer – sie entdeckte Dengg, als diese in der U8 kämpfte – und Mama Christine („Ich kann sie um 4 Uhr in der Früh anrufen“) hätten ebenso großen Anteil daran. Dazu kommen ihr Heimatverein Sanjindo, Sponsoren und weitere Unterstützer.
„Mich motiviert das“
Mit Gold stellte die Heeressportlerin, die nebenbei auch Jus studiert, erneut unter Beweis, dass ihr die Zukunft gehört. Das klare Ziel sind die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Österreich steht da vor einem Luxusproblem. Wie Dengg kämpft auch Michaela Polleres in der Klasse bis 70 Kilogramm.
Die 27-Jährige ist eine Medaillenbank, gewann unter den fünf Ringen bereits zweimal Edelmetall. Möglich wäre zwar ein Wechsel der Gewichtsklasse (aufgrund der Körpergröße wäre für Dengg auch -78 Kilogramm möglich), das Duell mit ihrer Trainingspartnerin scheut Dengg aber keineswegs. „Am Ende wird man sehen, wer besser ist. Mich motiviert das.“ Letztendlich bleibt aber auch noch Zeit, über den Weg nach Los Angeles nachzudenken. Der Quali-Zyklus dauert zwei Jahre und beginnt erst 2026.
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